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Schulte to Brinke folgt als Präsident auf Hilse

L P D – Mit allen 174 Stimmen wählten die Delegierten des Landvolkes Niedersachsen auf der Mitgliederversammlung in Hannover den 61-jährigen Milchbauern Albert Schulte to Brinke aus Bad Iburg zum neuen Präsidenten. Er folgt auf Werner Hilse und ist der 6. Präsident in der 70-jährigen Geschichte des niedersächsischen Bauernverbandes. Aus der Begeisterung für einen der „spannendsten und vielseitigsten Berufe“ speist Schulte to Brinke seine Motivation für die Passion Landwirt und das landwirtschaftliche Ehrenamt. Er engagiert sich seit 2014 als Vorsitzender des Hauptverbandes Osnabrücker Landvolk und zählt seit 2013 als Vizepräsident zur Führungsriege des Landvolkes Niedersachsen. Dem Präsidium des Landvolkes Niedersachsen gehören mit Ulrich Löhr und Jörn Ehlers zwei bewährte Personen an, Dr. Holger Hennies wurde neu in das Gremium gewählt. Der Braunschweiger Ulrich Löhr wurde vor drei Jahren erstmals zum Vizepräsidenten im Landvolk Niedersachsen gewählt, er engagiert sich in sozialrechtlichen Aufgaben und bringt sich in den Gremien der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ein und Vorsitzender der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft. Vor sieben Jahren ergänzte der heute 50-Jährige seinen Ackerbaubetrieb in Groß Denkte im Landkreis Wolfenbüttel mit einem Hähnchenmaststall. Löhr gehört für das Landvolk dem Vorstand beider niedersächsischer Landfrauenverbände an, er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der Verdener Jörn Ehlers arbeitet seit einem Jahr im Präsidium des Landvolkes Niedersachsen, er ist 45 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Auf seinem Hof in Kirchlinteln werden Schweine gemästet, außerdem ist er Ackerbauer. Ehlers ist im Landvolk Vorsitzender des Bildungsausschusses. Für den studierten Landwirt stehen die Interessen der Mitglieder im Vordergrund, wichtig sind ihm dabei Offenheit und Dialogbereitschaft sowie der Zusammenhalt im Berufsstand. Der 48-jährige Dr. Holger Hennies kommt aus Schwüblingsen in der Region Hannover, wo er einen Ackerbaubetrieb in einer Betriebsgemeinschaft bewirtschaftet sowie zwei Nebenbetriebe, einmal mit Schweinemast und einmal als Erlebnisbauernhof für schulische Bildung. Er ist Vorsitzender des Umweltausschusses im Landvolk Niedersachsen und bezeichnet das umweltpolitische Engagement als seine größte Aufgabe. Die Amtszeit des Präsidiums mit Albert Schulte to Brinke als Präsident an der Spitze und drei „Vizes“ beginnt am 1. Januar 2018 und geht über drei Jahre.

Die Goldene Ehrennadel des Landvolkes Niedersachsen erhielt Agnes Witschen, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Weser-Ems. Landvolkpräsident Werner Hilse würdigte 20 Jahre ehrenamtlichen Einsatz der Emsländerin. Seit 2006 engagiert sie sich als ehrenamtliche Vorsitzende und vertritt 30.000 Frauen im ländlichen Raum. In dieser Funktion arbeitet sie auch im Vorstand des Landvolkes mit. Ihre ehrenamtlichen Wurzeln liegen in der Katholischen Landjugendbewegung und reichen damit deutlich weiter zurück. Als Vorsitzende des LandFrauenverbandes hat Agnes Witschen ihr Augenmerk auf die Familien im ländlichen Raum gerichtet. Dabei standen natürlich die Bäuerinnen und ihre Familien sehr stark im Fokus. Ebenso ambitioniert hat sie sich für attraktive Lebensverhältnisse für alle Menschen in ländlichen Regionen eingesetzt und beispielsweise für eine Verbesserung der Mobilität, ausreichende Möglichkeiten der Nahversorgung und eine Aufwertung der Situation von pflegenden Angehörigen geworben. Weitere Schwerpunkte ihres ehrenamtlichen Engagements sind die Sozialpolitik und die Öffentlichkeitsarbeit, so tritt sie offensiv für ein modernes Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit ein.

Jörn Ehlers, Albert Schulte to Brinke, Ulrich Löhr und Dr. Holger Hennies (v.l.n.r.)
Bild: Landvolk Niedersachsen

Kreisverbandsversammlung 2017

Mehr als 200 Mitglieder und Ehrengäste waren am 21. November zur Kreisverbandsversammlung nach Burgdorf gekommen, wo Landvolkvizepräsident Albert Schulte to Brinke als Gastredner auftrat. Ein aufgeschlossenes und respektvolles Gesprächsklima und ein verständnisvolles Miteinander nannte Schulte to Brinke als große Erwartung der niedersächsischen Landwirte und ihrer Familien an die zukünftige niedersächsische Landesregierung. „Unsere Dialogbereitschaft steht, dazu gehört selbstverständlich auch der Wille und die Bereitschaft zu Veränderungen“, sagte der Landvolkvizepräsident auf der Versammlung.
Schulte to Brinke sieht dazu aber zugleich eine Orientierung an Fakten und in die Praxis umsetzbaren Forderungen als unerlässlich an. Der Wille zu Veränderungen im Sinne von noch mehr Tier- und Umweltschutz sei in der Landwirtschaft überall im Land erkennbar, „gelegentlich möchten wir Landwirte für diese Anstrengungen zweifelsfrei auch einmal ein Wort der Anerkennung hören“, schilderte Schulte to Brinke die Stimmungslage auf den Höfen, und fügte an: „Natürlich dürfen uns diese höheren Auflagen im internationalen Vergleich auch nicht aus dem Markt kicken.“ Der Landvolkvizepräsident lobte das Engagement der Landwirte und ihrer Familien, die Verbraucherinnen und Verbraucher über ihre Arbeit zu informieren. Hier seien die Ideen und die Arbeit des Kreisverbandes Hannover im Umfeld der Landeshauptstadt hervorzuheben. Beispielsweise sei in dem Kreisverband die Tour de Flur als informative Fahrradtour zu verschiedenen Höfen kreiert worden und auch der Tag des offenen Hofes werde im Rahmen der landesweiten Aktion mit NDR 1 Niedersachsen gut genutzt. Der Landvolkvizepräsident wertet dies als Zeichen für einen gesunden Optimismus, wie er jüngst auch auf der Agritechnica in Hannover erkennbar gewesen sei. „Wir lassen uns nicht den Mut nehmen, aber wir wollen uns auch nicht ständig gegen falsche Vorwürfe zu Wehr setzen müssen, das verschleißt Energie“, sagte Schulte to Brinke.