Pflanzenschutzreduktionsstrategie der EU-Kommission: Aufforderung zur Beteiligung

Der kürzlich von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf einer „Verordnung über die nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln“ sorgt für großes Unverständnis und Fassungslosigkeit in der Landwirtschaft. Die Pläne der Kommission entziehen, sollten sie so wie geplant umgesetzt werden, faktisch die Arbeitsgrundlage vieler Landwirtinnen und Landwirten besonders bei uns in Niedersachsen und gefährden die sichere Versorgung der Verbraucherinnen und Verbraucher mit Nahrungsmitteln. Für die Region Hannover bedeutet das unter anderem, dass auf mindestens 65 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche zukünftig jeglicher Einsatz von Pflanzenschutzmitteln – sowohl im konventionellen als auch ökologischen Ackerbau – verboten sein wird! Aus diesem Grund ist jeder aufgefordert, die Verordnung in der jetzigen Fassung zu verhindern!

Wir müssen der EU-Kommission die Auswirkungen und Tragweite dieser Verordnung auf die Landwirtschaft deutlich machen und fordern ALLE Berufskolleginnen und -kollegen dringend auf, sich mit individuellen Betroffenheitsbekundungen an die EU-Kommission zu wenden! Die Frist für die Stellungnahmen endet am 19. September 2022.

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12413-Pestizide-nachhaltige-Verwendung-aktualisierte-EU-Vorschriften-_de

Für weitere Informationen zur Konsultation melden Sie sich bitte in unserer Geschäftsstelle unter 0511-400 787 0 oder info@landvolk-hannover.de.

Darüber hinaus bitten wir Sie, Ihre Stellungnahmen im Zuge des laufenden Landtagswahlkampfs den Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl sowie den niedersächsischen Abgeordneten auf Landes-, Bundes- und Europaebene zukommen zu lassen und das Thema auch aktiv auf Wahlkampfveranstaltungen zur Landtagswahl anzusprechen, um unsere Betroffenheit deutlich zu machen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!