Landwirte kritisieren Umgang mit umstrittener Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie zu Feinstaub-Emissionen in der Landwirtschaft

Rund 50 Landwirtinnen und Landwirte aus Wunstorf und Garbsen waren der Einladung des Landvolks Hannover zur diesjährigen Bezirksversammlung am Montag, 21.01.2019 in das Hotel-Restaurant Wehrmann-Blume gefolgt, um sich über aktuelle landwirtschaftliche Themen zu informieren. Neben Neuerungen bei der Düngeverordnung oder den Auswirkungen des Wegfalls der Hofabgabeklausel beschäftigte die Mitglieder besonders ein Thema: Die aktuelle Diskussion um Feinstaub-Emissionen aus der Landwirtschaft. Dr. Holger Hennies, Vorsitzender des Landvolks Hannover, kritisierte den Umgang mit einer bisher unveröffentlichten Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie, die die Landwirtschaft als Hauptverursacher von Feinstaubemissionen darstellt. Als „verleumderisch und in höchstem Maße wissenschaftlich unseriös“ bezeichnete Hennies die Studie, die die Landwirtschaft für 45 Prozent von insgesamt 120.000 Todesfällen verantwortlich macht. Insbesondere die 30 anwesenden Tierhalter fühlten sich diffamiert. Weiter führte er aus: „Rechtzeitig zur Grünen Woche geht es anscheinend nicht anders, als Stimmung gegen einen kompletten Berufsstand mit immer neuen und abstruseren “Skandalmeldungen” zu erzeugen. Die Bauernfamilien belasten die ständigen Pauschalvorwürfe und in vielen Familien reicht die psychische Kraft oft nicht mehr aus, diesen Anschuldigungen Stand zu halten. Wir bieten jederzeit einen fairen kritischen Dialog an. Der erfordert aber von allen Beteiligten eine offene Dialogbereitschaft.“