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Die SVLFG informiert: Schutz vor Corona bei Gesellschaftsjagden

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) informiert darüber, worauf Jagdherren und Jagdleiter bei der Ausrichtung von Gesellschaftsjagden neben den üblichen Sicherheitsvorkehrungen achten müssen.

Bei der Planung und Durchführung von Gesellschaftsjagden sind grundsätzlich die aktuellen Coronabestimmungen der einzelnen Länder wie auch die örtliche Entwicklung der Pandemie zu berücksichtigen. Die Landesjagdverbände haben Empfehlungen zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen Corona veröffentlicht. Die folgenden Empfehlungen sind eine Hilfestellung für den verantwortlichen Jagdherren.

Planung
Der Veranstalter einer Gesellschaftsjagd ist verpflichtet, ein Hygienekonzept zu erstellen. Schon mit der Einladung werden die Jagdteilnehmer über die Hygienemaßnahmen informiert. Müssen für die Veranstaltung Unterlagen ausgetauscht werden, wie zum Beispiel zur Jagdscheinkontrolle, sollte dies im Vorfeld per E-Mail oder Fax erfolgen. Ebenso können die Sicherheitsbelehrung inklusive Freigabe sowie deren Bestätigung durch die Jagdteilnehmer vorab digital erfolgen. Kostenbeiträge sollten nach Möglichkeit bargeldlos erfolgen. Zur Verfolgung möglicher Infektionsketten hat der Verantwortliche die Kontaktdaten der Jagdteilnehmer zu erfassen. Die Dauer zur Aufbewahrung dieser Daten wird von den Ländern vorgegeben. Sie liegt meist bei drei bis vier Wochen.

Jagdablauf
Die Begrüßung und Einweisung sollte an einem geeigneten Ort im Freien stattfinden und auf das Wesentliche beschränkt werden. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Schützen, Jagdhelfer und Hundeführer können sich aus Platzgründen getrennt oder zeitlich versetzt treffen. Gegebenenfalls bietet sich die Bildung von Teilgruppen an, die sich an unterschiedlichen Orten zusammenfinden. Eine eindeutige und nachvollziehbare Jagdleitung ist dabei sicherzustellen. Sofern möglich fahren die Schützen mit ihren eigenen Fahrzeugen zu ihren Ständen. Bei unvermeidbaren Sammelfahrten sind von allen mitfahrenden Personen Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen.

Ende der Jagd
Im Sinne einer zeitlich möglichst kurzen Zusammenkunft der Jagdbeteiligten sollte auf das Streckelegen und die Bruchübergabe verzichtet werden. Das Streckeverblasen sollte, wenn überhaupt, im Freien unter Einhaltung der empfohlenen Mindestabstände stattfinden. Die Verpflegung der Jagdbeteiligten erfolgt eigenverantwortlich, um Kontakte während der Mahlzeiten oder bei der Ausgabe von Speisen und Getränken zu vermeiden. Gastronomische Angebote können nach der Jagd unter Wahrung der für die Gastronomie geltenden Regelungen wahrgenommen werden.

Weitere Informationen online
Die regionalen Präventions-Ansprechpartner der SVLFG informieren bei Bedarf gerne telefonisch (www.svlfg.de/ansprechpartner-praevention). Allgemeine Informationen zur sicheren Jagd bietet die SVLFG online unter www.svlfg.de/jagd . Informationen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie, die vor allem Versicherte der SVLFG betreffen, gibt es unter www.svlfg.de/corona-uebersicht.

Für mehr biologische Vielfalt: Lerchenfenster in Negenborn  

Biodiversitätsprojekt von Region, Landvolk und Stiftung Kulturlandpflege

Hannover/Wedemark. Durch ihren Gesang gelten die Feldlerchen als die Frühlingsboten schlechthin. Doch mit der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft ist der Bestand der optisch eher unauffälligen Vögel rückläufig. Für ihren Bruterfolg sind sie auf offene Stellen in Getreidefeldern angewiesen. In Negenborn unterstützt die Landwirtsfamilie Heins den „Vogel des Jahres 2019“ bei der Aufzucht des Nachwuchses und der Nahrungssuche: Auf insgesamt rund 5.000 Quadratmeter Fläche unterblieb in diesem Jahr die Aussaat.

„Die entstandenen Freiflächen im Acker, auf denen dann Wildkräuter wachsen, nutzen die Vögel als Landebahn und zur Nahrungssuche, ihr Nest haben sie im angrenzenden Bestand“, erläutert Günter Wendland, Leiter des Teams Naturschutz Ost der Region Hannover, die Funktion der so genannten „Lerchenfenster“. Die Bruthilfe in der Wedemark gehört zu einem Biodiversitätsprojekt, das die Region Hannover, das Landvolk Hannover und die Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen gemeinsam entwickelt haben.

„Die Situation der biologischen Vielfalt in unserer Landschaft hat sich deutlich verschlechtert, besonders stark betroffen sind Vögel und Insekten. Aber auch Grünland, Wiesen und Weiden stehen unter Druck und mit ihnen viele gefährdete Arten der Farn- und Blütenpflanzen“, sagt die Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover, Sonja Papenfuß: „Nur mit einem besonderen Engagement der Landwirte kann das Ziel erreicht werden, den Schutz, den Erhalt und die Pflege der Arten und Ökosysteme zu gewährleisten. Gemeinsam entwickeln wir Maßnahmen, die dem Naturschutz dienen und gleichzeitig praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig für unsere Partner sind.“

Als Entgelt für die Leistungen der Landwirte stellt die Region Hannover in diesem Jahr 300.000 Euro zur Verfügung. Auf rund 250 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche können so eine Reihe ganz unterschiedlicher Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden: Neben Fenstern für Brutvögel gehören dazu auch Blühflächen mit Honigtracht – 10.000 Quadratmeter hat die Familie Heins auf ihren Flächen eingesät – oder die Extensivierung von Grünland. 150 Betriebe in der Region beteiligen sich in diesem Jahr.

Dr. Holger Hennies, Vorsitzender des Landvolks Hannover: „Die große Resonanz zeigt deutlich, dass Landwirte in unserer Region bereit sind, Vertragsnaturschutz auf Augenhöhe zu betreiben, um die Artenvielfalt in der Region Hannover zu fördern.“  Profitieren sollen dabei neben den heimischen Feldvögeln auch Insekten, Feldhamster und Hasen.

Weiterer Partner im Biodiversitätsprojekt ist die Stiftung Kulturlandpflege: Sie hat in den über 20 Jahren ihres Bestehens mehr als 200 Naturschutzprojekte in Niedersachsen koordiniert und unterstützt. Schwerpunkt ist die Entwicklung und Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen in Kooperation mit der Landwirtschaft. Da in Negenborn schon im letzten Jahr Feldlerchen zu hören waren, freut sich Björn Rohloff, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung, über die 2020 fortgesetzte Beteiligung des Betriebs der Familie Heins: „Die Brutvogelinseln wurden speziell für Feldlerchen angelegt. Es wäre toll, wenn eine Feldlerche auch in dieser Saison durch ihren Gesang die Wirksamkeit der Maßnahme bestätigen würde.“

Für Landvolk und Stiftung ist es Ziel und Herausforderung zugleich, den Vertragsnaturschutz mit der Landwirtschaft dauerhaft in der Region zu etablieren und auszubauen. Der Betrieb in Negenborn jedenfalls wäre auch im nächsten Jahr gerne wieder mit dabei. Christine Heins, Landwirtin und Tochter des Betriebsleiters Joachim Heins: „Das Biodiversitätsprogramm fördert nicht nur die Artenvielfalt, sondern zeichnet sich auch durch einen verhältnismäßig geringen bürokratischen Aufwand aus. So können Landwirte ihre Maßnahmen flexibel und kurzfristig gestalten und haben außerdem hier in der Region ihre Ansprechpartner vor Ort.“


 

„Echt grün – Eure Landwirte“: Landesweite Kampagne mit neuen Motiven

Neue „Gesichter“ unserer Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“ waren im Juni bei einer großangelegten Werbeoffensive zu sehen: Landwirtinnen und Landwirte aus der Region stehen im Fokus unserer aktuellen Kampagne. Auf vier prägnanten Motiven informieren wir Landwirte über unsere tägliche Arbeit und deren Bedeutung für die gesamte Gesellschaft. Gezeigt werden Szenen mit „echten“ Landwirten und Landwirtinnen, die von Dienstleistung bis Klimaschutz jeweils für aktuelles Thema stehen.
So etwa mit der Aussage, „Lebensmittel, die von uns Landwirten in Deutschland hergestellt und nicht importiert werden – das ist der beste Umwelt- und Klimaschutz.“

Zu sehen waren die Werbemotive auf über 600 City-Light-Postern in Hannover, Osnabrück, Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven sowie in Wolfsburg, wo die Motive zusätzlich auch auf großen Megalightflächen präsentiert werden. Außerdem erscheinen die Motive im Rahmen der aktuellen Kampagne auf markanten StationTowern in den Hauptbahnhöfen von Osnabrück und Oldenburg, auf Groundpostern sowie als mobile Werbeflächen auf Bussen und Bahnen im Stadt- und Regionalverkehr im gesamten Kampagnengebiet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Projekt „Lernort Bauernhof“ in der Region Hannover gestartet

Kinder lernen Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein

Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie wird aus Weizen und Gerste Brot? Und wie entsteht Butter? Antworten auf diese  Fragen rund um Landwirtschaft und Ernährung können Kinder auf dem „Lernort Bauernhof“ finden. Auf dem Hof Backhaus in Plumhof wurde das neue umweltpädagogische Gemeinschaftsprojekt der Region Hannover, der Kreislandfrauen Neustadt und des Landvolks Hannover vorgestellt.

„Auf einen Bauernhof können Schüler und Schülerinnen mit allen Sinnen lernen: Es kann gerochen, gehört, gefühlt und ausprobiert werden“, erläuterte Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover. Mit dem Projekt „Lernort Bauernhof – Kinder entdecken Landwirtschaft“ soll das Umweltbewusstsein von Kindern gefördert werden. Im Rahmen von dreitägigen Klassenfahrten können Grundschulkinder unter pädagogischer Begleitung praktische Erfahrungen rund um die Landwirtschaft sammeln: unter anderem beim gemeinsamen Kochen mit Landfrauen, bei einer „Bauernhof-Olympiade“ und natürlich bei einem Besuch auf einem Bauernhof.

„Wir wollen Landwirtschaft zum Anfassen ermöglichen und den Kindern zeigen, wo Nahrungsmittel ihren Ursprung haben. Die Rückmeldungen zu den ersten Pilotterminen war überwältigend, so dass wir in diesem Jahr noch acht weitere Termine anbieten“, so Sonja Papenfuß. Ziel ist es, örtliche landwirtschaftliche Betriebe mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten einzubinden und bereits bestehende Angebote  aufzugreifen.

Landvolk Vorsitzender Volker Hahn ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Region Hannover und den LandFrauen ein Bildungskonzept entwickelt haben, das Kindern das direkte Erleben mit Landwirtschaft, Natur und Ernährung ermöglicht. Das rege Interesse von Seiten der Grundschulen motiviert uns, dieses Angebot zukünftig auszubauen.“