Regionserntefest

Am Sonntag, 8. September feiern wir im Rahmen des Regionsentdeckertages auf der Obstplantage von Familie Hahne in Gleidingen (Hildesheimer Str. 574, 30880 Laatzen) unser diesjähriges Regionserntefest.

Gestartet wird um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Familienbetrieb und der anschließenden Übergabe der Erntekrone aus Getreideähren an die Region Hannover.  Alle halbe Stunde starten von Familienmitgliedern kommentierte Expeditionen mit Planwagen durch die Obstplantagen, die sich in den südlichen Leineauen von Gleidingen befinden. Familie Hahne informiert über Obstbau, Kleinklima, Umwelt- und Naturschutz. Bei Führungen durch die Kühl- und Betriebshäuser erfahren Interessierte alles über Lagerung und Verarbeitung des angebauten Obstes, während selbstgedrehte Filme über die Themen Ernte- und Pflegearbeiten im Obstbaubetrieb informieren.

Für Kurzweil auf dem Fest, das wir gemeinsam mit den LandFrauen ausrichteen, sorgen zahlreiche fleißige Helferinnen und Helfer mit Informationen zu Landwirtschaft, Biodiversität und Imkerei. Auf die kleinen Gäste warten ein Kasperletheater und Traktorfahrten in rollenden Obstkisten. Der Hofladen ist geöffnet, Grillgut oder Ofenkartoffeln sowie Getränke stillen Hunger und Durst.

„Echt grün – Eure Landwirte“: Landesweite Kampagne mit neuen Motiven

Neue „Gesichter“ unserer Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“ waren im Juni bei einer großangelegten Werbeoffensive zu sehen: Landwirtinnen und Landwirte aus der Region stehen im Fokus unserer aktuellen Kampagne. Auf vier prägnanten Motiven informieren wir Landwirte über unsere tägliche Arbeit und deren Bedeutung für die gesamte Gesellschaft. Gezeigt werden Szenen mit „echten“ Landwirten und Landwirtinnen, die von Dienstleistung bis Klimaschutz jeweils für aktuelles Thema stehen.
So etwa mit der Aussage, „Lebensmittel, die von uns Landwirten in Deutschland hergestellt und nicht importiert werden – das ist der beste Umwelt- und Klimaschutz.“

Zu sehen waren die Werbemotive auf über 600 City-Light-Postern in Hannover, Osnabrück, Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven sowie in Wolfsburg, wo die Motive zusätzlich auch auf großen Megalightflächen präsentiert werden. Außerdem erscheinen die Motive im Rahmen der aktuellen Kampagne auf markanten StationTowern in den Hauptbahnhöfen von Osnabrück und Oldenburg, auf Groundpostern sowie als mobile Werbeflächen auf Bussen und Bahnen im Stadt- und Regionalverkehr im gesamten Kampagnengebiet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktionstag „Pflanzen schützen und der Umwelt nützen“

Mit landesweitem Aktionstag informieren Landwirte zu „chemischem Pflanzenschutz“

In Leveste (Gehrden) luden die Calenberg-Bredenbeck GbR und das Landvolk Hannover Landtags- und Regionsabgeordnete ein, um auf einem Rübenacker unterschiedliche Methoden zur Unkrautregulierung zu diskutieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen des landesweiten Aktionstages zum Thema Pflanzenschutz statt.

Unkräuter, Schadinsekten und Krankheiten an Pflanzen oder auf dem Acker – das schmälert nicht nur den Ertrag, sondern mindert noch mehr die Qualität der Ernte. Insbesondere Pilze als Schaderreger können sogar für den Menschen gefährliche Stoffe enthalten. Aflatoxine in Schimmelpilzen oder Alkaloide in Mutterkornsporen können beim Verzehr erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben. „Natur ist nicht unbedingt nur gut, Chemie nicht immer nur schlecht“, verdeutlicht Volker Hahn, Vorsitzender des Landvolks Hannover. Er spricht vielmehr von einem sorgfältigen Abwägungsprozess. Landwirte entscheiden sich für chemischen Pflanzenschutz nach den Vorgaben der guten ackerbaulichen Praxis und dem Schadschwellenprinzip. Sie nutzen die Präparate so wenig wie möglich, aber auch so viel wie nötig. „Ganz ohne die Unterstützung des chemischen Pflanzenschutzes können wir in unserem Klima keinen Ackerbau betreiben“, fasst Hahn zusammen. Diese und viele andere Argumente werden heute landesweit am Feldrand ausgetauscht.

Nicht immer zielt chemischer Pflanzenschutz nur darauf ab, Schaderreger auszuschalten oder Unkrautkonkurrenz, die zu Lasten des Ertrages geht, einzudämmen. So hat beispielsweise die chemische Unkrautregulierung noch andere Vorteile. Landwirte nutzen sie zur Verhinderung von Bodenverlusten durch Wind- oder Wassererosion. Dies trifft für die sogenannte Mulchsaat zu. „An hängigen Feldern wie im südniedersächsischen Bergland ist der blanke Ackerboden extrem anfällig für Schäden durch Wassererosion. Ein heftiger Regenguss kann die Ackerkrume großflächig abspülen“, schildert Hahn. Daher entscheiden sich Landwirte dort häufig für die Mulchsaat und verzichten auf den Pflug zur Bodenbearbeitung. Der Pflanzenbewuchs bildet dann eine fast verfilzte humose Auflage. Sie schützt den Boden, aber sie muss in einem Streifen mit einem Totalherbizid, zu denen das in der Öffentlichkeit umstrittene Glyphosat zählt, auch wieder Platz schaffen für die erneute Aussaat. Diese benötigt Licht und Luft, damit sie sich in der Pflanzendecke etablieren und gedeihen kann. „In diesem Fall dient der Herbizideinsatz eindeutig dem Umweltschutz“, stellt Hahn heraus. In anderen Fällen, zum Beispiel bei witterungsbedingt spätem Pilzbefall, steht der gesundheitliche Verbraucherschutz eindeutig im Vordergrund. Über Pilzkrankheiten können bei Getreide Aflatoxine in das Erntegut übergehen, Getreidekörner werden daher bei entsprechenden Witterungslagen gegen Pflanzenkrankheiten geschützt.

„Unkraut vergeht nicht“ sagt ein altes Sprichwort. Mit dem Spruch und vielen Informationen zum chemischen Pflanzenschutz informieren Schilder an Feldrändern darüber, welche Konsequenzen mit einem vollständigen Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz verbunden sind. Dort wurden sogenannte Nullparzellen angelegt und auf einem kleinen Feld innerhalb des Ackers vollständig auf Pflanzenschutzmaßnahmen verzichtet. Unkräuter, Schadinsekten und Pflanzenkrankheiten haben dort freie Bahn. Jeder Betrachter und jede Betrachterin können selbst urteilen, ob ihnen die Ernte von einer solchen Fläche im wahrsten Sinne des Wortes „schmecken“ würde. Der Aktionstag möchte zur offenen Diskussion über chemischen Pflanzenschutz einladen. Es steht der Dialog im Vordergrund, Landwirte wollen ihre Argumente vermitteln und zugleich neue Impulse aufnehmen. „Wenn die fachlich-wissenschaftliche Expertise staatlicher Zulassungsbehörden keine Relevanz in der öffentlichen Debatte mehr hat und Landwirte persönlich angegangen werden, weil sie mit ihrer Feldspritze unterwegs sind, dann ist es höchste Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Hahn und fügt an: „Nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte. Das gilt auch für den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.“ Er stellt jedoch unmissverständlich klar: „Gleichwertige und ökologisch sinnvolle Alternativen dürfen weder zu Ertrags- oder Qualitätseinbußen führen, noch Arbeitsaufwand und Kosten exorbitant in die Höhe treiben. Bislang gibt uns diese Zusage leider niemand.“

 

Projekt „Lernort Bauernhof“ in der Region Hannover gestartet

Kinder lernen Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein

Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie wird aus Weizen und Gerste Brot? Und wie entsteht Butter? Antworten auf diese  Fragen rund um Landwirtschaft und Ernährung können Kinder auf dem „Lernort Bauernhof“ finden. Auf dem Hof Backhaus in Plumhof wurde das neue umweltpädagogische Gemeinschaftsprojekt der Region Hannover, der Kreislandfrauen Neustadt und des Landvolks Hannover vorgestellt.

„Auf einen Bauernhof können Schüler und Schülerinnen mit allen Sinnen lernen: Es kann gerochen, gehört, gefühlt und ausprobiert werden“, erläuterte Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover. Mit dem Projekt „Lernort Bauernhof – Kinder entdecken Landwirtschaft“ soll das Umweltbewusstsein von Kindern gefördert werden. Im Rahmen von dreitägigen Klassenfahrten können Grundschulkinder unter pädagogischer Begleitung praktische Erfahrungen rund um die Landwirtschaft sammeln: unter anderem beim gemeinsamen Kochen mit Landfrauen, bei einer „Bauernhof-Olympiade“ und natürlich bei einem Besuch auf einem Bauernhof.

„Wir wollen Landwirtschaft zum Anfassen ermöglichen und den Kindern zeigen, wo Nahrungsmittel ihren Ursprung haben. Die Rückmeldungen zu den ersten Pilotterminen war überwältigend, so dass wir in diesem Jahr noch acht weitere Termine anbieten“, so Sonja Papenfuß. Ziel ist es, örtliche landwirtschaftliche Betriebe mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten einzubinden und bereits bestehende Angebote  aufzugreifen.

Landvolk Vorsitzender Volker Hahn ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Region Hannover und den LandFrauen ein Bildungskonzept entwickelt haben, das Kindern das direkte Erleben mit Landwirtschaft, Natur und Ernährung ermöglicht. Das rege Interesse von Seiten der Grundschulen motiviert uns, dieses Angebot zukünftig auszubauen.“

Anerkennung von Fahrerlaubnisklassen für land-oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge aus anderen Mitgliedstaaten der EU oder des EWR

Die Polizeidirektion Lüneburg weist darauf hin, dass Fahrerlaubnisklassen für land- oder forstwirtschaftliche (lof) Fahrzeuge aus anderen Mitgliedstaaten der EU oder des EWR unter gewissen Umständen in Deutschland keine Gültigkeit haben.

In Deutschland gibt es mit den Klassen L und T spezielle Fahrerlaubnisklassen für lof Fahrzeuge. Auch andere europäische Staaten haben solche Klassen für den land-bzw. forstwirtschaftlichen Bereich geschaffen. In Estland, Finnland, Litauen, Norwegen, Polen oder Tschechien tragen diese Klassen ebenfalls den Buchstaben T. In anderen Mitgliedsstaaten heißen diese Klassen zum Beispiel Tr oder F. Das Besondere an diesen Fahrerlaubnisklassen ist, dass sie im Gegensatz zu den in der Richtlinie 2006/126/EG aufgeführten Klassen AM, A, B, C und D nicht EU-weit einheitlich definiert sind, sondern jeder Staat den Umfang der Fahrberechtigung selbst festlegt. Sie werden daher auch „nicht harmonisierte Klassen“ genannt. Die nicht harmonisierten Fahrerlaubnisklassen haben grundsätzlich nur im jeweiligen Gebiet des Staates, in dem der Führerschein ausgestellt wird, ihre Gültigkeit.

Für Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis gilt in Deutschland laut § 29 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) grundsätzlich, dass sie im Umfang ihrer Berechtigung auch im Inland Kraftfahrzeuge fahren dürfen, wenn sie hier keinen ordentlichen Wohnsitz haben. Bei Wohnsitznahme in Deutschland gilt diese Berechtigung für Inhaber einer nicht-harmonisierten Fahrerlaubnisklasse aus anderen EU- oder EWR-Staaten gemäß § 28 Absatz 2 FeV aber nicht mehr.

In erster Linie ist also entscheidend, ob der Fahrerlaubnisinhaber in Deutschland wohnt oder nicht. Der Wohnsitz im Inland wird dann angenommen, wenn eine Person wegen persönlicher und ggf. auch wegen beruflicher Bindungen gewöhnlich, das heißt während mindestens 185 Tagen in einem Jahreszeitraum, im Inland wohnt (§ 7 FeV). Auf eine Meldeanschrift in Deutschland kommt es dabei nicht zwingend an. Auch die Nationalität des Fahrerlaubnisinhabers spielt keine Rolle.

Praxisbeispiel 1: Ein Erntehelfer aus Polen besitzt eine EU-Führerscheinkarte aus seinem Heimatstaat mit der Klasse T. Er ist während der Spargelsaison für 90 Tage in Niedersachsen tätig und wohnt auf dem Hof. Nach der Spargelsaison geht er wieder zurück ins Ausland. Erst im nächsten Jahr kommt er für denselben Zeitraum wieder zurück nach Deutschland, um bei der Ernte zu helfen. Da er lediglich 90 Tage im Jahr in Deutschland lebt, begründet er keinen ordentlichen Wohnsitz im Inland. Er ist für die Dauer seiner Tätigkeiten also berechtigt, Kraftfahrzeuge im Umfang der polnischen Klasse T in Deutschland zu fahren.

Weil der Umfang nicht-harmonisierter Klassen aus anderen Mitgliedstaaten der EU oder des EWR nicht zwingend dem Umfang der deutschen Fahrerlaubnisklassen entspricht, ist das Mitführen einer Bescheinigung über den Umfang seiner Fahrerlaubnisklasse in deutscher Sprache zu empfehlen.

Praxisbeispiel 2: Der polnische Erntehelfer zieht nach beendeter Spargelernte auf einen Hof in Hessen, um dort bei der Erdbeerernte zu helfen. Erst danach verlässt er Deutschland wieder. Einige Wochen später kommt er zurück, um in einem bayerischen Betrieb bei der Weihnachtsbaumernte zu helfen. In einem Zeitraum von zwölf Monaten wohnt er schließlich 200 Tage – wenn auch an verschiedenen Orten – in Deutschland. Der ordentliche Wohnsitz im Inland wird angenommen. Damit hat seine polnische Fahrerlaubnisklasse Tin Deutschland keine Gültigkeit.

Praxisbeispiel 3: Der Inhaber einer polnischen Fahrerlaubnisklasse T hat seit zwei Wochen eine feste Anstellung als landwirtschaftlicher Helfer auf einem Hof in Deutschland, auf dem er auch eine kleine Wohnung bezogen hat. In diesem Fall hat seine polnische Klasse T in Deutschland ebenfalls keine Gültigkeit, da er seinen ordentlichen Wohnsitz im Inland begründet. Die Festanstellung in Deutschland lässt nämlich den Schluss zu, dass sich der Inhaber des polnischen Führerscheins tatsächlich an mindestens 185 Tagen im Inland aufhalten wird.

Fährt der Inhaber der polnischen Klasse Taus den Beispielen 2 oder 3 nun einen Ackerschlepper mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf deutschen Straßen, macht nicht nur ersieh wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar, sondern gemäß §21 Straßenverkehrsgesetz gleichzeitig auch der Fahrzeughalter.

Fahrzeughalter, die oftmals auch gleichzeitig Arbeitgeber sind, sollten sich daher stets vorher vergewissern, ob der Fahrer eine anerkannte Berechtigung zum Führen ihrer Fahrzeuge hat.

Welche Fahrerlaubnisklassen aus anderen EU- oder EWR-Staaten werden aber nun benötigt, um in Deutschland rechtskonform landwirtschaftliche Fahrzeuge zu fahren, wenn der Inhaber seinen ordentlichen Wohnsitz in Deutschland hat?

Im besten Fall die Klasse CE. Sie ist im EU- und EWR-Raum einheitlich definiert und gilt somit in allen EU- und EWR-Staaten gleichermaßen. Die Klasse CE, egal aus welchem Mitgliedsstaat, berechtigt gemäß § 6 Absatz 3 FeV unter anderem auch zum Führen von Fahrzeugen der deutschen Klassen T und L.

Ähnlich ist es mit der Klasse B. Diese berechtigt zumindest zum Führen von Fahrzeugen der deutschen Klasse L. Darunter fallen lof Zugmaschinen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 40 km/h. Sofern Anhänger mitgeführt werden, ist die Betriebsgeschwindigkeit jedoch auf 25 km/h begrenzt. Auch selbstfahrende Arbeitsmaschinen, selbstfahrende Futtermischwagen, Stapler und andere Flurförderzeuge bis 25 km/h dürfen mit der Fahrerlaubnisklasse B aus anderen Mitgliedsstaaten der EU oder des EWR gefahren werden.

Eine Besonderheit der deutschen Klassen T und L ist die Bindung an land- oder forstwirtschaftliche Zwecke beim Fahren von lof Zugmaschinen. Welche Bereiche und Tätigkeiten unter den Begriff „land- oder forstwirtschaftliche Zwecke“ fallen, ist im § 6 Absatz 5 FeV abschließend erklärt.

Praxisbeispiel: Der Fahrerlaubnisinhaber aus den Beispielen 3 oder 4 besitzt neben der polnischen Klasse Tauch die EU-Fahrerlaubnisklasse B. Diese beinhaltet in Deutschland auch die Klasse L. Fährt er im Rahmen der hofeigenen Ernte einen Ackerschlepper mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h mit Anhängern, muss er sich an die maximal zulässige Betriebsgeschwindigkeit von 25 km/h halten, damit er die Vorgaben der deutschen Führerscheinklasse L einhält.

Fazit: Um rechtliche Sicherheit in allen Belangen zu haben, ist das Vorliegen der EU-Fahrerlaubnisklasse CE zu empfehlen. Mit dieser Klasse dürfen Inhaber eines Führerscheins aus anderen EU- und EWR-Staaten in Deutschland zweckungebunden auch land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen jeglicher Art (auch mit Anhängern) fahren.

Hält man sich an die Beschränkungen der deutschen Klasse L (Zugmaschine bis 40 km/h, mit Anhängern max. 25 km/h), ist bei land- oder forstwirtschaftlichen Fahrten jedoch auch das Vorliegen der EU-Fahrerlaubnisklasse B ausreichend.

Alternativ können Inhaber einer Fahrerlaubnisklasse für lof Fahrzeuge aus anderen Mitgliedstaaten der EU oder des EWR auch die Erteilung der deutschen Klasse T bei der an ihrem Wohnsitz zuständigen Führerscheinstelle beantragen. Für die Erteilung ist dann lediglich die erfolgreiche Ablegung der theoretischen und praktischen Prüfung erforderlich. Fahrstunden in einer Fahrschule müssen in diesem Fall nicht absolviert werden.

Landvolk fordert mit Resolution an Klöckner Zurück bei der Düngeverordnung

L P D – „Wenn EU-Agrarkommissar Phil Hogan und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schon einmal gemeinsam in Niedersachsen zu Besuch sind, dann müssen wir diese Gelegenheit einfach nutzen und den Unmut unserer Landwirte deutlich zum Ausdruck bringen“, erklärt Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke anlässlich der Protestaktion von Landwirten vor dem Herrenhäuser Schloss in Hannover. Schulte to Brinke überreichte eine Resolution an Klöckner, mit der das Landvolk eine weitere Verschärfung der Düngeverordnung ablehnt und das verantwortliche Ministerinnenduo Klöckner/Schulze zum Zurückrudern auffordert – und die Landwirte vor dem Schloss zeigten mit Schildern, Aktionen und Treckern ihren Frust.

„Ministerin Klöckner ist in der Vorgehensweise zu weit gegangen, ihre verschärften Vorschläge zur Düngeverordnung sind völlig überzogen“, sagte Landvolkpräsident Schulte to Brinke. Die Verantwortung für den Schutz von Grund- und Oberflächengewässern könne seitens der Landwirtschaft zweifelsfrei als Konsens vorausgesetzt werden, doch mit dieser Verschärfung werde Tausenden Betrieben die wirtschaftliche Basis entzogen, sollten die strengeren Regeln im Mai 2020 umgesetzt werden, führte Schulte to Brinke aus. Er verwies auf die 2017 novellierte und aktuell von den Landwirten konsequent umgesetzte Düngeverordnung. „Hier zeichnen sich bereits erste positive Entwicklungen ab, doch diese Düngeverordnung benötigt Zeit, um weiter wirken zu können“, verdeutlichte der Landvolkpräsident. So sei im Vergleich zum Vorjahr 13 Prozent weniger Stickstoffmineraldünger eingekauft worden, gegenüber 2016 der Mineraldüngereinkauf sogar um mehr als 23 Prozent zurückgegangen. Zusätzlich wurden Tierbestände – sowohl in der Schweine- als auch in der Rindviehhaltung – reduziert, und Landwirte optimierten zudem die Verwertung wirtschaftseigener Düngung, indem sie Gülle immissionsarm ausbringen und in Ackerbauregionen verbringen. Ein weiteres Anziehen der Stellschrauben an dieser Stelle sei schlichtweg kontraproduktiv. „Gerade die geforderte Reduzierung der Stickstoff-Düngung um 20 Prozent unter Bedarf führt nicht nur zur Mangelernährung unserer Nutzpflanzen und zum Humusabbau, sondern schwächt den ländlichen Raum insgesamt und wird viele konventionelle und auch ökologische Betriebe ruinieren, wenn weder Obst, Gemüse oder Weizen wirtschaftlich angebaut werden können“, erklärte Schulte to Brinke. Allein für Niedersachsen befürchtet das Landvolk Niedersachsen, dass jeder fünfte Hof aufgrund dieser Verschärfung aufgeben wird, sollte das von der Bundesregierung der EU unaufgefordert vorgelegte Maßnahmenpaket mit seinen Umweltzielen und Maßnahmen zum Gewässerschutz umgesetzt werden.

Das Landvolk Niedersachsen fordert deshalb Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner als fachlich verantwortliche Ministerin auf, ihre gemeinsam mit Umweltministerin Svenja Schulze eingebrachten und verschärften Vorschläge zurückzuziehen und stattdessen im Dialog mit der EU-Kommission die Erfolge der derzeit geltenden Düngeverordnung offensiv und deutlich zu kommunizieren. Diese Fortschritte gilt es sowohl gegenüber der EU als auch der Öffentlichkeit deutlich darzustellen. Sollten die Ergebnisse in einer ersten Bilanz – nach fünf Jahren – als noch nicht ausreichend eingestuft werden, wird sich die Landwirtschaft offen gegenüber etwaigen Nachjustierungen der derzeit gültigen Vorschriften zeigen. „Gute und für alle Seiten erfolgreiche Agrarpolitik geht nur in einem Miteinander. Wir Landwirte waren und sind weiterhin zum offenen Austausch auf Augenhöhe bereit. Aber Gewässer- und Klimaschutz, der landwirtschaftliche Höfe zum Aufgeben zwingt, kann nicht das Ziel einer nachhaltigen Agrar- und Umweltpolitik in Deutschland sein“, stellte Landvolkpräsident Schulte to Brinke abschließend fest.

Die Resolution zum Download finden Sie hier.

SuedLink: Landvolk Hannover verabschiedet Resolution

Landwirtinnen und Landwirte fordern vorsorgende Planung und fairen Interessenausgleich

Die vom Netzbetreiber TenneT der Bundesnetzagentur vorgeschlagene Vorzugstrasse für den SuedLink beunruhigt viele Landwirte und Grundstückseigentümer westlich von Hannover. Rund 170 betroffene Landwirtinnen und Landwirte waren am 12. März im Hotel-Restaurant Körber in Garbsen-Osterwald zusammengekommen, um eine gemeinsame Resolution zu verabschieden, die die Forderungen der Landwirtschaft zum SuedLink und den zu erwartenden Eingriffen des Trassenbaus in landwirtschaftlich genutzte Flächen beinhaltet. „Die Landwirtschaft bekennt sich zu Infrastrukturprojekten und will sie nicht grundsätzlich verhindern“, machte Dr. Holger Hennies, Vorsitzender des Landvolks Hannover, deutlich. Die Bundesrepublik Deutschland habe sich für die Energiewende entschieden, deshalb sei der Netzausbau notwendig. Aufgrund der bisherigen Vorgehensweise bei der Gesetzgebung und der Planung würden zu 90 Prozent landwirtschaftliche Flächen im Korridor betroffen, der Schutz dieser Böden habe aber bisher während der gesamten Trassenplanung keine Berücksichtigung gefunden, kritisierte Hennies. Landwirte und Grundeigentümer fordern daher eine vorsorgende Planung und einen fairen Interessenausgleich anhand von drei Kernforderungen:

  1. Die größtmögliche Schonung landwirtschaftlicher Flächen, etwa durch
  • die Ausführung der Trasse als Freileitung, wo möglich,
  • die Bündelung mit anderen Trassen, möglichst an und unter öffentlichen und privaten Wegen,
  • bodenschonende Verlegeverfahren (etwa durch Kabelpflug oder AGS-Schmaltrassen),
  • eine landwirtschaftlich-bodenkundliche Baubegleitung schon bei der Planung,
  • keine Anbaubeschränkungen für landwirtschaftliche Kulturen,
  • Beweislastumkehr bei Ertragsschäden und ein neutrales Monitoring durch die Landwirtschaftskammer sowie
  • die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Infrastruktur
  1. Kein zusätzlicher Flächenverlust durch Naturschutzausgleich
  1. Generationengerechtigkeit (da die geplante Erdverkabelung sich dauerhaft auf die Ertragsfähigkeit der Flächen auswirken wird, etwa durch die Schädigung der Bodenstruktur)
  • unbefristeter Schadensersatz für Aufwuchsschäden
  • wiederkehrende Akzeptanzzahlung für die Nutzung privaten Eigentums durch eine private Firma
  • Befristung der Dienstbarkeit, d.h. des Nutzungsrechtes auf max. 30 Jahre mit anschließender Neuverhandlung
  • Rückbauverpflichtung für den Netzbetreiber (mit Bürgschaft gesichert)

Terminhinweis: Tierwohl und Tierkonsum – wie passt das zusammen?

Die CDU Hannover lädt zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Tierwohl und Tierkonsum – wie passt das zusammen?“ ein am 13.03.2019 um 18 Uhr im Kleckstheater Hannover. Die Haltungsbedingungen von Nutztieren werden, trotz des stetigen Bemühens um Verbesserung, von der Gesellschaft zunehmend kritisch beäugt. Wie müsste die Nutztierhaltung in der Praxis aussehen, damit das Wohl der Tiere umfassend gesichert ist? Und was muss sich generell in der Landwirtschaft ändern?

Es diskutieren:

  • Dirk Toepffer, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
  • Barbara Otte-Kinast, niedersächsische Landwirtschaftsministerin
  • Volker Hahn, Vorsitzender des Landvolk Hannover e.V.
  • Carolin Grieshop, Geschäftsführerin Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH

Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail unter wahlkreis@dirk-toepffer.de oder telefonisch unter 0511 / 530 798 00 für die Veranstaltung an.

SuedLink: Dr. Maria Flachsbarth zu Gast beim Landvolk Hannover

Bundestagsabgeordnete sagt betroffenen Landwirten ihre Unterstützung zu

Die Bekanntmachung des Netzbetreibers TenneT, nun die westlich durch die Region Hannover verlaufende SuedLink-Trasse der Bundesnetzagentur für das weitere Prüfverfahren vorzuschlagen, besorgt Landwirte und Grundstückseigentümer.
Auf Einladung des Landvolks Hannover besuchte die Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth kurzfristig das Sportheim Northen-Lenthe, wo am vergangenen Freitag rund 50 betroffene Landwirte und Grundstückeigentümer zusammengekommen waren, um der Abgeordneten ihre Anliegen zum Trassenbau vorzutragen.
„Die geplante Erdverkabelung wird sich dauerhaft auf die Ertragsfähigkeit der Flächen auswirken, etwa durch die Schädigung der Bodenstruktur oder thermische Effekte“, machte der Landvolk-Vorsitzende Dr. Holger Hennies deutlich. „Nachdem allen gesellschaftlichen Gruppen – etwa durch die Erdverkabelung – Zugeständnisse im Rahmen der Energiewende gemacht wurden, trägt nun die Landwirtschaft die Alleinige Last der Energiewende. Landwirtschaftliche Böden haben während der gesamten Trassenplanung keine Berücksichtigung gefunden“, ergänzte er. „Aufgrund der dauerhaften Ertragsminderung und im Zuge der Gerechtigkeit gegenüber nachfolgenden Generationen fordern wir einen dauerhaften und wiederkehrenden Nachteilsausgleoch für die Flächen, die durch das Erdkabel geschädigt werden“, fasste Hennies die Forderungen des Verbandes zusammen.
In der anschließenden Diskussion zeigte Flachsbarth Verständnis für die Sorgen der Landwirte und ermutigte die anwesenden Betroffenen, sich persönlich in das nun folgende Beteiligungsverfahren einzubringen und die Beeinträchtigungen der betroffenen Flächen genau zu dokumentieren, um diese bei der Bundesnetzagentur vorzubringen.
„Durch die Erdverkabelung sind nun die Grundeigentümer und insbesondere die Landwirte durch Nutzungseinschränkungen betroffen. Es kommt deshalb darauf an, gute und vernünftige Entschädigungsregelungen mit den betroffenen Land- und Forstwirten zu finden“, erklärte Flachsbarth, und versprach: „Ich werde Sie dabei nach Kräften politisch unterstützen.“

Sockenball, Feldberegung, Hofübergabe, Chile: Termine des Arbeitskreises junger Landwirte im Altkreis Burgdorf

Montag 28.01.2019 um 19:00 Uhr in Immensen, Gasthaus Scheuer

Themen: „Feldberegnung vor dem Hintergrund des Jahres 2018 – Wie wird es weitergehen?“ (Referent: Ekkehard Fricke, LWK) und „Technische Möglichkeiten und Neuheiten zur Verbesserung der Beregnungsintensität“ (Referent: Joachim Michel, Raindancer)

 

Samstag 09.02.2019 ab 21:00 Uhr in Immensen, Gasthaus Scheuer: Sockenball – Tanzen auf Socken – wie früher

Wir holen die Kultparty zurück nach Immensen. Es wird wie früher nur auf Socken getanzt. Am Eingang werden die Schuhe abgegeben. Der Eintritt beträgt 5€ und mit Verkleidung 4 €. Es wird gemischte Musik gespielt, damit jeder seinen Spaß hat! Es gibt auch einen Raucherraum und leckere Snacks, zubereitet vom Scheuers Hof.

 

Montag, 11.02.2019 um 20:00 Uhr in Immensen, Gasthaus Scheuer (gemeinsame Veranstaltung mit den LandFrauen)

Thema: „Chile – ein Blick in das Land und die Kultur“ (Referentin: Franka Pribbernow)
Ein Bericht von Franka Pribbernow über ihr Auslandsjahr in Chile und wie sie das Land, die Leute und ihre Geschichte erfahren durfte

 

Dienstag 05.03.2019 um 19:00 Uhr in Immensen, Gasthaus Scheuer

Thema: „Wie kann die Hofübergabe erfolgreich gestaltet werden?“ (Referentin: Wiebke Müller, LWK Niedersachsen, Sozioökonomische Beratung)
Der Stabwechsel von der einen zur nächsten Generation ist Herausforderung und Chance für die Betriebe gleichermaßen. Mit der Übergabe des Betriebes in die nächste Generation werden wesentliche Weichen gestellt. Deshalb gilt es sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und das Ganze als Prozess anzuerkennen. In dem interaktiven Vortrag geht es um die erbrechtlichen, finanziellen und menschlichen Aspekte bei einer Hofübergabe.

Gäste sind herzlich willkommen!