Im Gespräch mit…

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 12. September und der Bundestagswahl am 26. September 2021 sind wir mit Kandidatinnen und Kandidaten aus der Region Hannover im Austausch über aktuelle landwirtschaftliche Themen.

Christine Karasch, CDU-Kandidatin für das Amt als Regionspräsidentin, zu Gast auf dem Hof Möller in Lemmie.

Diana Rieck-Vogt, CDU-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Hannover-Stadt II, besuchte die Obstplantage Hahne in Gleidingen.

Hochwasserhilfe

Gemeinsam stark! Kräfte bündeln und Hilfe leisten, dafür steht die Schorlemer Stiftung, die in Katastrophenfällen (Überschwemmungen, Dürre, Sturm u.ä.) in plötzliche Notlage geratene Landwirte durch Geld- oder Sachzuwendungen Satzungszweck unterstützt. Bereits im Rahmen der Hochwasserhilfe 2002 konnte so zahlreichen in Not geratenen landwirtschaftlichen Betrieben geholfen werden. Jetzt gilt es für die landwirtschaftlichen Betriebe, die vom Juli-Hochwasser 21 betroffen sind, zu spenden. Wer anderweitig helfen möchte (Futtermittel etc.), meldet sich bitte direkt beim Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV), um Möglichkeiten zur Hilfeleistung in Erfahrung zu bringen: https://www.rlv.de/  

Rehkitzrettung mit der Drohne

In der Region Hannover war es in diesem Jahr erstmals möglich, eine Drohne zur Rehkitzrettung in Flughafennähe steigen zu lassen.

Mit Beginn der Mäharbeiten auf dem Feld organisieren Landwirte in Zusammenarbeit mit Jägerschaft oder Naturschutzverbänden alljährlich die Rehkitzsuche. Die Ricken setzen im Mai zum Teil bis Mitte Juni ihre Kitze bevorzugt auf Wiesen, wo diese dann im Schutz des hohen Grases in den ersten Wochen bewegungslos abgelegt sind und auch bei Gefahren nicht flüchten. Um die jungen Kitze vor dem Mähwerk zu bewahren, werden seit einigen Jahren vermehrt Drohnen eingesetzt, um sie aufzuspüren, bevor die Mäharbeiten beginnen.

Auch Landwirt Horst Wehde aus Isernhagen sucht seine Wiesen regelmäßig vor der Mahd nach Kitzen ab. Er bewirtschaftet auch Flächen, die in unmittelbarer Nähe des Flughafens Hannover in Langenhagen liegen. Weil Drohnenaufstiege in diesem sensiblen Bereich direkt am Gelände des Flughafens aus Gründen der Flugsicherheit nicht erlaubt sind, konnte Wehde hier bislang keine Drohnentechnik einsetzen, sondern hat die Flächen immer aufwändig mit Helfern nach Kitzen abgesucht.

In diesem Jahr war es jetzt erstmals möglich, eine Drohne zur Rehkitzrettung in Flughafennähe steigen zu lassen – dank enger Abstimmung zwischen dem Flughafen Langenhagen, der Deutschen Flugsicherung, dem Landvolk Hannover und der En-Tra UG mit Sitz in Langenhagen, die gemeinsam mit Landwirten, Jägern und der Rehkitzrettung Langenhagen vor Ort die Flächen mit der Drohne abgesucht haben. „Die Herausforderung bestand darin, dass jeder Start und jede Landung der Drohne mit dem Tower abgestimmt werden musste“, erklärt Landwirt Wehde. „Dazu stand der Fernpilot in ständigem Funkkontakt mit dem Tower, um die Drohne wieder landen zu können, sobald sich ein Flugzeug näherte.“

Mitte Juni trafen sich dazu alle Beteiligten frühmorgens in Langenhagen, um die Wärmebildkamera-Drohne steigen zu lassen. Während die Drohne die Fläche in einer Höhe von 40 Metern systematisch absucht, zeigt die hochauflösende Wärmebildkamera auf den Boden und stellt die Warmblüter in Rot dar.

Fernpilot Christian Walter von der En-Tra UG zieht ein positives Fazit: „Um alle Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen, waren neben zusätzlichen Genehmigungen viele Abstimmungsprozesse nötig, damit der Einsatz durchgeführt werden konnte, aber das Ergebnis war die Mühe wert.“ Fünf Rehkitze haben die Beteiligten an diesem Morgen auf der mehr als sieben Hektar großen Fläche lokalisiert und in Sicherheit gebracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fernpilot Christian Walter, Jürgen von Ramin (Flughafen Hannover), Friedrich Wilhelm Bauer (Hochschule Hannover) und Landwirt Horst Wehde (v.l.n.r.).

Bilder: Mit freundlicher Genehmigung der En-Tra UG

FINKA: Weniger Pflanzenschutzmittel, mehr Biodiversität

Landwirtschaftliche Betriebspaare arbeiten im Projekt FINKA an Lösungen zur Förderung der Biodiversität

Familie Heins aus Negenborn und Familie Rotermund-Hemme aus Brelingen sind eines von vier Betriebspaaren in der Region Hannover, die sich im Projekt „FINKA“ (Förderung von Insekten im Ackerbau) engagieren. Im Projekt FINKA haben sich Landwirtschaft, Wissenschaft und Beratung das Ziel gesetzt, die Biodiversität auf Ackerflächen zu erhöhen und eine breite Diskussion in der Landwirtschaft anzustoßen. FINKA ist ein Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Niedersachsenweit sind dazu 30 Betriebspartnerschaften zwischen je einem konventionell wirtschaftenden und einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb entstanden.

Biolandwirt Hermann Hemme möchte mit seiner Teilnahme am Projekt FINKA seine Berufskollegen für die ökologische Landwirtschaft sensibilisieren. Christine Heins sieht FINKA als Chance, alternative Bewirtschaftungsmethode auszuprobieren. „Mich interessiert vor allem die Auswertung, wie hoch die Ertragseinbußen durch die Unkräuter ausfallen. FINKA bietet uns durch die finanzielle Förderung die Möglichkeit, dieses Risiko einzugehen, während die Versuche wissenschaftlich begleitet werden.“

Auf der fast drei Hektar großen Versuchsfläche in Negenborn, auf der aktuell Roggen wächst, verzichtet der konventionell wirtschaftende Betrieb Heins auf den Einsatz von Insektiziden (Pflanzenschutzmittel gegen Insekten) und Herbiziden (Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter). Gleichzeitig bewirtschaftet er eine Vergleichsfläche gewohnt konventionell. Dabei wird er von seinem ökologisch arbeitenden Kollegen Hermann Hemme beraten, der eine Vergleichsfläche ähnlicher Größe und mit ähnlichen Standortbedingungen angelegt hat. Außerdem unterstützt er Familie Heins mit Hack- und Striegeltechnik als alternative Methode zur Unkrautregulierung. Gemeinsam gehen die Betriebe in einen fachlichen Austausch darüber, wie mehr Biodiversität bei hoher Produktivität auf der Ackerfläche erreicht werden kann.

Die Zusammenarbeit der beteiligten Betriebe wird wissenschaftlich begleitet durch Untersuchungen, wie sich der Verzicht auf Insektizide und Herbizide auf die Ackerbegleitpflanzen (Unkräuter) und damit auch auf die Insektenvielfalt auswirkt. In der FINKA-Versuchsfläche finden sich spezielle Fallen und Nisthilfen, mit denen sich zum Beispiel Wildbienen, Fluginsekten oder Käfer zählen lassen, um die Veränderung in Anzahl und Art der hier vorkommenden Insekten beobachten zu können. Auch die sich verändernde Ackerbegleitflora wird parallel dazu bestimmt und dokumentiert. Bis Ende 2025 arbeiten die Betriebspaare im Projekt FINKA zusammen, um Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln und weiterzugeben.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/finka.html

http://finka-projekt.de/

Zu erwartender erheblicher Zubau von Freiflächensolaranlagen

Uns ist bekannt, dass seit einigen Wochen und Monaten verstärkt um die Sicherung von Rechten zur Nutzung Ihrer Grundstücke für Freiflächensolaranlagen geworben wird.

Hintergrund ist, dass die Politik bis 2030 in etwa eine Verdopplung der derzeit vorhandenen Fläche von Freiflächensolaranlagen von derzeit 53,6 MW auf 100 MW anstrebt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieses Ziel infolge des jüngst ergangenen und viel zitierten „Klimaschutz-Urteils“ des Bundesverfassungsgerichts in naher Zukunft noch ehrgeiziger gefasst wird.

Wie bereits in der Vergangenheit sieht das neue EEG 2021 einen leichteren Zubau von Freiflächensolaranlagen insbesondere entlang von Bundesautobahnen und überregionalen Bahntrassen vor. Nunmehr hat der in Betracht kommende Korridor eine Breite von jeweils 200 Metern entlang dieser Trassen. Im vorangegangenen EEG war noch eine Breite von bloß 110 Metern vorgesehen.

Dies ist der Grund dafür, dass insbesondere Eigentümer solcher Flächen seit den vergangenen Monaten verstärkt von entsprechenden Projektunternehmen umworben werden, die anhand von Computerprogrammen und der Möglichkeit der Einsicht in Katasterunterlagen die Eigentümer von Potentialflächen ohne Weiteres ermitteln und sodann unaufgefordert Angebote über die Verpachtung der geeigneten Flächen unterbreiten können.

Uns als Ihrer landwirtschaftlichen Interessenvertretung ist das Konfliktpotential dieser Thematik sehr bewusst. Allerdings sind die politischen Zielvorgaben eindeutig und lassen einen erheblichen Anstieg von Freiflächensolaranlagen insbesondere an den vorgenannten Potentialbereichen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ohne unser Zutun erwarten. Wir haben uns deshalb auf Ebene des Geschäftsführenden Vorstandes und auch auf Ebene des Gesamtvorstandes intensiv mit der Thematik befasst. Das Landvolk Hannover hat sich als Ergebnis dieses Abstimmungsprozesses das Ziel gesetzt, den Prozess der Neuausweisung von für die Nutzung als Freiflächensolaranlage geeigneten Flächen aktiv zu begleiten. Uns treibt insbesondere um, wie der politisch gewollte massive Zubau dieser Anlagen für die Landwirtschaft geringstmöglich schädlich erfolgen kann. Ferner erkennen wir auch die Chancen, die mit dieser Thematik für den ländlichen Raum verbunden sind. Wichtig ist uns, dass die Wertschöpfung, die mit solchen Projekten zu erzielen ist, im ländlichen Raum verbleibt.

Wir wollen Sie deshalb gerne zu der Thematik beraten und versuchen, sowohl Lösungen für diejenigen von Ihnen, die Interesse an einer Nutzung ihrer Flächen durch Freiflächensolaranlagen haben, als auch für diejenigen von Ihnen, die durch den Zubau der Freiflächensolaranlagen einem erhöhten Flächendruck ausgesetzt sein werden, anzubieten.

In jedem Fall sollten Sie als Eigentümer etwaiger geeigneter Flächen die Möglichkeiten der Steuerung des Zubaus, aber auch die Möglichkeiten, die damit verbundene Wertschöpfung für sich und Ihren Betrieb zu sichern, nicht leichtfertig aus der Hand geben. Ferner bedürfen die seitens der einschlägigen Projektierer angebotenen Nutzungsverträge stets einer vorherigen sorgfältigen juristischen Überprüfung, die wir gerne für Sie übernehmen.

Wir stehen Ihnen als Ansprechpartner zur Prüfung dieser Verträge, aber auch zu Fragen der Möglichkeiten der eigenen Realisierung eines solchen Projektes deshalb gerne zur Verfügung. Melden Sie sich dazu bei uns in der Geschäftsstelle unter 0511-400 787 0.

Saisonarbeitskräfte: 102-Tage-Regelung noch nicht in Kraft

Das Vierte Gesetz zur Änderung des Seefischereigesetzes, das auch die befristete Ausweitung der kurzfristigen Beschäftigung beinhaltet, ist leider auch in dieser Woche nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Somit können Arbeitsverträge über eine kurzfristige Beschäftigung derzeit weiterhin nur mit einer Dauer von maximal drei Monaten bzw. 70 Arbeitstagen geschlossen werden. Auch eine Verlängerung bestehender Verträge auf die von Bundestag und Bundesrat für den Zeitraum 1. März 2021 bis 31. Oktober 2021 beschlossenen Zeitgrenzen von vier Monaten bzw. 102 Arbeitstagen ist aktuell noch nicht möglich.

Bei kurzfristigen Beschäftigungen, in denen die Zeitgrenze von drei Monaten bzw. 70 Arbeitstagen nun ausgeschöpft ist, führt eine Weiterbeschäftigung zum Eintritt von Sozialversicherungspflicht. Diese Versicherungspflicht bleibt auch nach Inkrafttreten des Gesetzes und Geltung der verlängerten Zeitgrenzen bestehen. Erst nach Inkrafttreten des Gesetzes können kurzfristige Beschäftigungen mit einer Dauer von bis zu vier Monaten/102 Arbeitstagen vereinbart werden.

Beispiel 1:
Das Arbeitsverhältnis mit einer Hausfrau war vom 20. Februar 2021 bis 19. Mai 2021 befristet. Arbeitgeber und Arbeitnehmerin hatten nach Bekanntwerden der befristeten Ausweitung der Zeitgrenzen im April 2021 geplant, das Arbeitsverhältnis um einen Monat zu verlängern. Da die Gesetzesänderung am 20. Mai 2021 noch nicht in Kraft getreten war, galt zu diesem Zeitpunkt weiterhin die Zeitgrenze von drei Monaten bzw. 70 Arbeitstagen.
Wird die Arbeitnehmerin über den 19. Mai 2021 hinaus weiterbeschäftigt, ist die Beschäftigung wegen Überschreitens der Zeitgrenze sozialversicherungspflichtig. Sie bleibt es auch nach dem Inkrafttreten des Gesetzes. Denn in § 132 S. 2 SGB IV-neu ist geregelt, dass die verlängerten Zeitgrenzen von vier Monaten bzw. 70 Arbeitstagen nicht für Beschäftigungen gelten, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes die Zeitgrenzen von drei Monaten/70 Arbeitstagen überschreiten.

Nach Inkrafttreten des Gesetzes ist es auch möglich, mit Arbeitnehmern, deren auf drei Monate/70 Arbeitstage befristetes Arbeitsverhältnis vor Inkrafttreten des Gesetzes geendet hat, für den Zeitraum bis 31. Oktober 2021 eine weitere kurzfristige Beschäftigung mit einer Dauer von einem Monat/32 Arbeitstagen zu vereinbaren. Auch wenn zwischen dem Ende der ersten Beschäftigung und Beginn der zweiten Beschäftigung nur wenige Tage liegen, ist die kurze Unterbrechung nach Ansicht der Spitzenverbände der Sozialversicherung bedeutsam. Die zweite Beschäftigung wird deshalb nicht als Fortsetzung der ersten Beschäftigung bewertet, die dann zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes bereits mit einer Dauer von mehr als drei Monaten bestanden hätte.

Beispiel 2:
Wie Beispiel 1, aber das Arbeitsverhältnis endet wie vereinbart am 19. Mai 2021. Der Arbeitgeber meldet die Arbeitnehmerin bei der Sozialversicherung ab.
Nach Inkrafttreten des Gesetzes schließen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin erneut ein befristetes Arbeitsverhältnis mit einer Dauer von einem Monat (oder der entsprechenden Anzahl von Arbeitstagen, so dass die Zeitgrenze von insgesamt 102 Arbeitstagen aus beiden Beschäftigungen zusammen nicht überschritten wird). Diese Beschäftigung ist als kurzfristige Beschäftigung erneut sozialversicherungsfrei.

Wichtig: Mit dem Ende der ersten Beschäftigung muss der Arbeitnehmer bei der Sozialversicherung abgemeldet und bei Beginn der zweiten Beschäftigung erneut angemeldet werden.

FINKA: Förderung von Insekten im Ackerbau

Robert Hübner und Florian Bethmann sind eines von vier Betriebspaaren in der Region Hannover, die im Projekt FINKA zusammenarbeiten. Heute haben wir die Zusammenarbeit auf einer Versuchsfläche in Weferlingsen (Burgdorf) vorgestellt.
Niedersachsenweit sind insgesamt 30 Betriebspartnerschaften zwischen je einem konventionell wirtschaftenden und einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb entstanden.
Im Projekt FINKA verzichtet der konventionell arbeitende Betrieb auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel gegen Insekten und Unkräuter. Gleichzeitig bewirtschaftet er eine Vergleichsfläche gewohnt konventionell. Dabei wird er von seinem ökologisch arbeitenden Kollegen beraten. Der ökologisch wirtschaftende Partnerbetrieb legt eine Vergleichsfläche ähnlicher Größe und mit ähnlichen Standortbedingungen an und unterstützt seinen konventionellen Partnerbetrieb mit Hack- und Striegeltechnik. Gemeinsam gehen die Betriebe in einen fachlichen Austausch darüber, wie mehr Biodiversität bei hoher Produktivität auf der Ackerfläche erreicht werden kann. So sollen die konventionell wirtschaftenden Landwirtinnen und Landwirte mit ihren ökologisch wirtschaftenden Partnerbetrieben alternative Anbaumethoden erarbeiten, erproben und auswerten. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Agrarlandschaft zu reduzieren und alternativ die Attraktivität praktikabler, insektenfreundlicher Anbaumethoden herausstellen. Im Projekt FINKA wird zusätzlich wissenschaftlich untersucht, wie sich die geänderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auch auf die Insektenvielfalt auswirkt. Zwei Projektpartner führen dazu den nächsten Jahren gezielt Untersuchungen durch. Mit speziellen Fallen, Nisthilfen oder Kameras werden Insekten auf den FINKA-Versuchsflächen bestimmt, um die Veränderung in Anzahl und Art der hier vorkommenden Insekten beobachten zu können. Die sich verändernde Ackerbegleitflora wird parallel dazu bestimmt.
Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.
Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

Coronavirus-Impfverordnung – Priorisierte Impfung in der Landwirtschaft Tätiger

Der Deutsche Bauernverband informiert in seinem Rundschreiben vom 21.04.2021:

„Seit Ende des vergangenen Jahres stehen Impfstoffe gegen das Coronavirus zur Verfügung. Aufgrund der zunächst nur begrenzten Menge an Impfstoffen wurde in der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) festgelegt, welche Personen prioritär Anspruch auf eine solche Schutzimpfung haben. Diese unterscheidet zwischen Personen

  • mit höchster Priorität (Gruppe 1 – u.a. Personen über 80 Jahre, in stationären Einrichtungen),
  • hoher Priorität (Gruppe 2 – u.a. Personen über 70 Jahre, Polizei und Ordnungskräfte) und
  • erhöhter Priorität (Gruppe 3 – u.a. Personen über 60 Jahre, im LEH Tätige).

In einigen Bundesländern können nun bereits Personen mit einer erhöhten Priorität (Gruppe 3) einen Impftermin erhalten. Neben den bereits genannten Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, können auch in der Landwirtschaft Tätige zu dieser dritten Priorisierungsgruppe zählen. […]“

Das vollständige Rundschreiben sowie die dazugehörigen Anhänge finden Sie hier zum Download:

Rundschreiben DBV: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige

Anhang a: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige, Leitlinie KRITIS

Anhang b: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige, Bescheinigung relevante Position

Anhang c: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige, Bescheinigung Saisonkräfte

 

SuedLink: Aktuelles

Wir möchten Sie zum aktuellen Stand in Sachen Leitungsnetzausbau SuedLink informieren, bitte nehmen Sie dazu die unten stehenden Dokumente sowie den nachfolgenden Link zur Kenntnis:

https://gis.ilf.com/K509/synserver?project=K509&client=core&language=de

Mitgliederinformation SuedLink 14.04.2021

S. 12, Bundesfachplanungsentscheidung gem. § 12 NABEG für Vorhaben Nr. 3 BBPlG, Abschnitt B

 

Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen unter 0511-400 787 0 oder info@landvolk-hannover.de jederzeit gerne zur Verfügung.

Die Niedersächsische Ackerbau- und Grünlandstrategie

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat Ende März 2021 die erste Ackerbau- und Grünlandstrategie veröffentlicht.
Das Ergebnis finden Sie hier zum Downlaod sowie auf den Internetseiten des Ministeriums unter
Das Strategiepapier ist das Ergebnis mehrerer Arbeitsgruppen, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie eine vielfältige, wirtschaftliche und ökologisch angepasste sowie nachhaltige Acker- und Grünlandnutzung im Agrarland Nummer 1 künftig aussehen kann und die dabei auch die deutlich gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen mitnimmt.
Beteiligung erwünscht

Sie können sich auf vielfältige Art und Weise beteiligen. Treten Sie in Kontakt mit dem Ministerium, wenn Sie Feedback geben möchten, in den verschiedenen Arbeitsgruppen mitarbeiten wollen oder auch als Demonstrationsbetrieb mit einem besonderen Schwerpunkt (z.B. vielfältige Fruchtfolgen, reduzierter Pflanzenschutzmitteleinsatz, effiziente Beregnung“, Futterleguminosenanbau) aktiv an der Umsetzung der Strategie mitwirken zu wollen. Nutzen Sie hierfür folgende E-Mail-Adresse: ackerbaugruenlandstrategie@ml.niedersachsen.de