FINKA: Förderung von Insekten im Ackerbau

Robert Hübner und Florian Bethmann sind eines von vier Betriebspaaren in der Region Hannover, die im Projekt FINKA zusammenarbeiten. Heute haben wir die Zusammenarbeit auf einer Versuchsfläche in Weferlingsen (Burgdorf) vorgestellt.
Niedersachsenweit sind insgesamt 30 Betriebspartnerschaften zwischen je einem konventionell wirtschaftenden und einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb entstanden.
Im Projekt FINKA verzichtet der konventionell arbeitende Betrieb auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel gegen Insekten und Unkräuter. Gleichzeitig bewirtschaftet er eine Vergleichsfläche gewohnt konventionell. Dabei wird er von seinem ökologisch arbeitenden Kollegen beraten. Der ökologisch wirtschaftende Partnerbetrieb legt eine Vergleichsfläche ähnlicher Größe und mit ähnlichen Standortbedingungen an und unterstützt seinen konventionellen Partnerbetrieb mit Hack- und Striegeltechnik. Gemeinsam gehen die Betriebe in einen fachlichen Austausch darüber, wie mehr Biodiversität bei hoher Produktivität auf der Ackerfläche erreicht werden kann. So sollen die konventionell wirtschaftenden Landwirtinnen und Landwirte mit ihren ökologisch wirtschaftenden Partnerbetrieben alternative Anbaumethoden erarbeiten, erproben und auswerten. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Agrarlandschaft zu reduzieren und alternativ die Attraktivität praktikabler, insektenfreundlicher Anbaumethoden herausstellen. Im Projekt FINKA wird zusätzlich wissenschaftlich untersucht, wie sich die geänderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auch auf die Insektenvielfalt auswirkt. Zwei Projektpartner führen dazu den nächsten Jahren gezielt Untersuchungen durch. Mit speziellen Fallen, Nisthilfen oder Kameras werden Insekten auf den FINKA-Versuchsflächen bestimmt, um die Veränderung in Anzahl und Art der hier vorkommenden Insekten beobachten zu können. Die sich verändernde Ackerbegleitflora wird parallel dazu bestimmt.
Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.
Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

Coronavirus-Impfverordnung – Priorisierte Impfung in der Landwirtschaft Tätiger

Der Deutsche Bauernverband informiert in seinem Rundschreiben vom 21.04.2021:

„Seit Ende des vergangenen Jahres stehen Impfstoffe gegen das Coronavirus zur Verfügung. Aufgrund der zunächst nur begrenzten Menge an Impfstoffen wurde in der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) festgelegt, welche Personen prioritär Anspruch auf eine solche Schutzimpfung haben. Diese unterscheidet zwischen Personen

  • mit höchster Priorität (Gruppe 1 – u.a. Personen über 80 Jahre, in stationären Einrichtungen),
  • hoher Priorität (Gruppe 2 – u.a. Personen über 70 Jahre, Polizei und Ordnungskräfte) und
  • erhöhter Priorität (Gruppe 3 – u.a. Personen über 60 Jahre, im LEH Tätige).

In einigen Bundesländern können nun bereits Personen mit einer erhöhten Priorität (Gruppe 3) einen Impftermin erhalten. Neben den bereits genannten Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, können auch in der Landwirtschaft Tätige zu dieser dritten Priorisierungsgruppe zählen. […]“

Das vollständige Rundschreiben sowie die dazugehörigen Anhänge finden Sie hier zum Download:

Rundschreiben DBV: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige

Anhang a: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige, Leitlinie KRITIS

Anhang b: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige, Bescheinigung relevante Position

Anhang c: Impfpriorisierung für in der Landwirtschaft Tätige, Bescheinigung Saisonkräfte

 

SuedLink: Aktuelles

Wir möchten Sie zum aktuellen Stand in Sachen Leitungsnetzausbau SuedLink informieren, bitte nehmen Sie dazu die unten stehenden Dokumente sowie den nachfolgenden Link zur Kenntnis:

https://gis.ilf.com/K509/synserver?project=K509&client=core&language=de

Mitgliederinformation SuedLink 14.04.2021

S. 12, Bundesfachplanungsentscheidung gem. § 12 NABEG für Vorhaben Nr. 3 BBPlG, Abschnitt B

 

Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen unter 0511-400 787 0 oder info@landvolk-hannover.de jederzeit gerne zur Verfügung.

Die Niedersächsische Ackerbau- und Grünlandstrategie

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat Ende März 2021 die erste Ackerbau- und Grünlandstrategie veröffentlicht.
Das Ergebnis finden Sie hier zum Downlaod sowie auf den Internetseiten des Ministeriums unter
Das Strategiepapier ist das Ergebnis mehrerer Arbeitsgruppen, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie eine vielfältige, wirtschaftliche und ökologisch angepasste sowie nachhaltige Acker- und Grünlandnutzung im Agrarland Nummer 1 künftig aussehen kann und die dabei auch die deutlich gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen mitnimmt.
Beteiligung erwünscht

Sie können sich auf vielfältige Art und Weise beteiligen. Treten Sie in Kontakt mit dem Ministerium, wenn Sie Feedback geben möchten, in den verschiedenen Arbeitsgruppen mitarbeiten wollen oder auch als Demonstrationsbetrieb mit einem besonderen Schwerpunkt (z.B. vielfältige Fruchtfolgen, reduzierter Pflanzenschutzmitteleinsatz, effiziente Beregnung“, Futterleguminosenanbau) aktiv an der Umsetzung der Strategie mitwirken zu wollen. Nutzen Sie hierfür folgende E-Mail-Adresse: ackerbaugruenlandstrategie@ml.niedersachsen.de

Bienenfreundlicher Landwirt 2021

Die erfolgreiche Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ unserer Initiative „Echt grün – Eure Landwirte“ geht in diesem Jahr in die dritte Runde. Wieder können sich Landwirtinnen und Landwirte, die Mitglied in unserem Kreisverband sind, mit verschiedenen Maßnahmen als „bienenfreundlich“ qualifizieren, wenn sie mindestens fünf Punkte in mindestens zwei Kategorien sammeln:

Maßnahmen

Kategorie I Maßnahmen auf der Hofstelle

  • Naturbelassene Unkrautecken (Mindestgröße 20 qm)
  • Mehrjährige Sandhaufen (Mindestgröße 10 qm)
  • Mehrjährige Feldsteinhaufen (Mindestgröße 10 qm)
  • Baumstämme, Altholz rotten lassen / abgestorbene Bäume stehen lassen
  • Staudengarten
  • Pflege einer Streuobstwiese von min. 500 qm

Kategorie II Maßnahmen auf Ackerflächen

  • Anlage mindestens zweijähriger Blühflächen ohne zwischenzeitliche bodenwendende Maßnahmen zur Größe von 500 qm
  • Einjährige Anlage von Blühstreifen und Stilllegungsflächen zur Größe von mindestens 1.000 qm
  • Pflege von Wallhecken von min. 100 m Gesamtlänge

Kategorie III Maßnahmen auf Grünland

  • Der Landwirt verpflichtet sich, 50 % seiner Feldrandstreifen und Wegerandstreifen erst nach dem Ausblühen, frühestens ab 1. August, zu mähen bzw. zu schlegeln
  • Altgrasstreifen, die in der Vegetationszeit nicht gemäht werden oder im Winter geschlegelt werden, zur Größe von mindestens 1000 qm
  • Extensives Grünland bzw. Weideflächen, welches/die höchstens einmal im Jahr gemäht wird/werden, zur Größe von mindestens 5000 qm

Kategorie IV Kooperation

  • Durchführung einer Kooperation mit einem Imker, einer Naturschutzorganisation oder einem Umweltverband

Die Verpflichtung gilt für die Laufzeit der ausgewählten Maßnahmen und ist bindend. Bei Nichterfüllung der Maßnahmen kann das Siegel „Bienenfreundlicher Landwirt“ aberkannt werden. Greening- und AUM-Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen. Alle weiteren Details stehen im Anmeldeformular.

Teilnehmende Betriebe erhalten ein kostenloses Aktionspaket.

Weitere Informationen finden Sie hier auf dem Anmeldeformular: BFL Kooperationsblatt Hannover

NEU: Die Anmeldung ist ab sofort auch über ein Online-Formular möglich: www.eure-landwirte.de/bfl-21 

Für Rückfragen steht Ihnen Lisa Johannes unter 0511-400 787 11 oder johannes@landvolk-hannover.de gerne zur Verfügung.

„Rote Gebiete“: Neue Fachkarten zur Ausweisung „roter Gebiete“

Aktuelle Pressemitteilung des LBEG vom 01.04.2021:

„Durch die bevorstehende Neufassung der Landesdüngeverordnung (NDüngGewNPVO) werden in Niedersachsen die nitratsensiblen Gebiete, die sogenannten roten Gebiete, neu ausgewiesen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ist die zuständige Fachbehörde für die Emissionsbewertung.
Die landesweite Einstufung der nitratsensiblen Gebiete ist bereits seit einiger Zeit auf dem LEA-Portal des Servicezentrums Landentwicklung und Agrarförderung (SLA) einzusehen.
Die von den Gebietsausweisungen betroffenen Landwirte und weitere Interessenten wünschen sich eine genaue Darstellung der Grundlagen, die für die Bewertung herangezogen werden. „Uns haben in den vergangenen Wochen sehr viele Anfragen erreicht, welche Grundlagen zur Einstufung einzelner Feldblöcke in die Kategorie rot oder grün geführt haben“, erklärt Dr. Knut Meyer, Fachexperte des LBEG für Landwirtschaft und Bodenmonitoring. Binnen kürzester Zeit haben die LBEG-Mitarbeiter dabei eine Vielzahl von Daten ausgewertet und in neuen Themenkarten auf dem NIBIS®-Kartenserver bereitgestellt. „Mit der Veröffentlichung dieser Fachinformationen wollen wir einen Beitrag für eine transparente Nachvollziehbarkeit der Emissionsbewertung leisten“, sagt Knut Meyer.
Die insgesamt fünf neuen Themenkarten bieten folgende Fachinformationen:
· Stickstoffflächenbilanzsaldo je Feldblock
· Medianwert der Deposition je Feldblock
· Medianwert der Denitrifikation je Feldblock
· Medianwert der Sickerwasserrate je Feldblock
· Medianwert der potenziellen Nitratkonzentration je Feldblock
 
Die neuen Themenkarten sind im NIBIS®-Kartenserver zu finden unter: Landwirtschaft -> Emissionsrisiko für Nitrat gem. AVV §§ 7-9″

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter: https://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/das-lbeg-erweitert-sein-informationsangebot-im-nibis-r-kartenserver-neue-fachkarten-zur-ausweisung-roter-gebiete-199138.html

 

Information vom 15.03.2021: Vorstellung der neuen Kulisse der nitratsensiblen Gebiete in Niedersachsen

Am 15.03.2021 ist in Hannover die neue Kulisse der nitratsensiblen Gebiete in Niedersachsen vorgestellt worden. Nach der Überarbeitung der Verordnung umfasst die Kulisse der mit Nitrat belasteten Gebiete nun eine Fläche von etwa 24,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Niedersachsens, statt 31 Prozent im ersten Entwurf. Auch für die Region Hannover bedeutet die neue Kulisse erhebliche Erleichterungen. Damit sind die wiederholt vorgetragenen Forderungen des Landvolks nach einer regionalisierten und differenzierten Betrachtung in einigen Teilgebieten der Region Hannover nach langwierigen und zähen Verhandlungen erfüllt worden. Im Laufe dieses Jahres sollen die restlichen Grundwasserteilkörper regionalisiert und die zweifelhaften Messstellen nachvollziehbar überprüft und bewertet werden. Auch die Zusatzauflagen des Landes konnten entschärft werden. Bei allen Mitgliedern, die unserem Aufruf gefolgt sind und den Ministerien ihre betriebliche Betroffenheit geschildert haben, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, möchten wir uns bedanken. Bitte beachten Sie: Bis zur Beschlussfassung des neuen Verordnungsentwurf durch das Kabinett, welche für April angestrebt wird, gelten die bereits bekannten Bundesrechtlichen Anforderungen gemäß §13a Abs. 2 und 3 DüV zusätzlich zu den Roten Gebieten auch in der Auffangskulisse (-20% N-Düngebedarf, Zwischenfruchtanbaugebot etc.). Die heutige Pressemitteilung der beiden Ministerien, auch mit Informationen zum weiteren Vorgehen, finden Sie unter: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/niedersachsen-kommt-bei-der-ausweisung-der-roten-gebiete-einen-wichtigen-schritt-voran-198422.html Das Statement des Landvolk-Präsidenten Dr. Holger Hennies finden Sie hier: https://landvolk.net/lpdartikel/rote-gebiete-landvolk-begruesst-einstieg-in-die-regionalisierung/ Auf dem Portal der Landentwicklung und Agrarförderung Niedersachsen können Sie die neue Gebietskulisse auf einer interaktiven Karte anschauen: https://sla.niedersachsen.de/landentwicklung/LEA/                                   Übersicht: Veränderung der Nitratkulisse von 16.12.20 bis 05.03.21 Für Rückfragen stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung. Melden Sie sich dazu in unserer Geschäftsstelle unter 0511-400 787 0.

Pressemitteilung der LWK: Herdenschutz: Zaunbau und Zaunmaterial zum Anfassen

In ihrer Pressemitteilung vom 05.03.2021 informiert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen:

Dauerausstellung im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen errichtet – Seminare für Nutztierhalter*innen und Auszubildende geplant

Echem – Wie Nutztierhalter*innen ihre Tiere bestmöglich vor Wolfsübergriffen schützen können, ist künftig im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Echem im Kreis Lüneburg detailliert zu sehen und zu lernen.

Vor einem Jahr hat die LWK im Auftrag des Umweltministeriums die Aufgabe der Herdenschutzberatung übernommen. Nun wurde auf dem Außengelände des LBZ ein weiteres wichtiges Beratungselement fertiggestellt: eine Dauerausstellung für fachgerechten Zaunbau und wolfsabweisenden Herdenschutz.

„Acht Zaunreihen repräsentieren für die Weidetierarten Schaf, Ziege, Gehegewild, Rind und Pferde mechanisch abweisende sowie auch elektrifizierbare Zaunabschnitte“, erläutert Elke Steinbach, bei der LWK Koordinatorin für Herdenschutz. „Gezeigt werden stationäre Festzäune wie auch mobile Varianten als Netz- oder Litzenzaun.“

Alle errichteten Zaunabschnitte und Weidetore entsprechen den Vorgaben der Richtlinie Wolf. Gemäß dieser Richtlinie können alle Halter*innen kleiner Wiederkäuer und auch von Wolfsübergriffen betroffene Rinder- und Pferdehalter*innen Fördermittel als Präventivmaßnahme zur Errichtung einer wolfsabweisenden Einzäunung beantragen.

Wo bisher eine ausbruchsichere Einzäunung reichte, muss jetzt zusätzlich der wolfsabweisende Charakter eines Zaunes hergestellt werden. „Hinsichtlich Material und Aufbau wolfsabweisender Zäune gibt es auf Seiten der Weidetierhalter*innen viele Unsicherheiten und Fragen“, sagt Steinbach. „Unsere Ausstellung verschiedener Zaunvarianten für unterschiedliche Tiere dient dazu, diese Wissenslücken zu schließen und verschiedene Möglichkeiten der Aufrüstung bestehender Zäune oder Errichtung neuer Zäune aufzuzeigen.“

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet das Themenfeld Erdung und Elektrifizierung von Elektrozäunen. Hierzu wird es im LBZ künftig Führungen und Seminare geben, die viele Fragestellungen rund um den wolfsabweisenden Herdenschutz abdecken.

„Wir freuen uns über die neue Demonstrations-Zaunanlage zum Herdenschutz, da sie unser Seminarangebot rund um die Weidetierhaltung komplementiert“, betont LBZ-Geschäftsführerin Martina Weber. „Wir sind nun in der Lage, unseren Lehrgangsteilnehmer*innen den Herdenschutz praktisch und im Detail zu zeigen.“

Bei Fragen rund um wolfsabweisende Zäune steht Herdenschutz-Expertin Steinbach telefonisch unter 0441 801 639 oder per Mail unter elke.steinbach@lwk-niedersachsen.de für die Einzel- oder Gruppenberatung zur Verfügung.

Schon jetzt ist die Anlage sehenswert. Sie wird in Kürze noch um eine informative Beschilderung ergänzt. Wer einen Besichtigungstermin vereinbaren möchte, wendet sich dazu an das LBZ (Telefon 04139 698 0, Mail: lbz-echem@lwk-niedersachsen.de).

Informationen zum Antrag auf Präventionsmaßnahmen finden Tierhalter*inne auf der Internetseite der LWK unter dem Webcode 01036223, die Fachleute für Förderung sind per Telefon unter 0511 3665 1209 sowie per Mail unter richtlinie-wolf@lwk-niedersachsen.de erreichbar.

Ein Zeitraffer-Video vom Aufbau der Zäune finden Sie hier:

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/landwirtschaftskammer/nav/1095/article/37292.html

Pflanzenschutzmittelkartell: Registrierung für Sammelklage

Im Hinblick auf das Pflanzenschutzmittelkartell, über welches wir in unserem Rundschreiben sowie in unseren Online-Winterveranstaltungen Ende Januar 2021 informiert hatten, besteht für Sie ab sofort die Möglichkeit, der Klägergemeinschaft in der von uns vorgestellten Variante ohne Prozesskostenrisiko beizutreten.

Dank der Finanzierung durch einen externen Dienstleister entstehen den Klägern keine Kosten. Der Prozessfinanzierer erhält bei Erfolg des Prozesses eine Beteiligung von 25% an der Schadenssumme. Sie als geschädigte Landwirtin bzw. als geschädigter Landwirt bekommen folglich im Erfolgsfall 75 Prozent des Ihnen durch das Kartell entstandenen Schadens (Schadensersatz für Mehrkosten und Zinsen) ersetzt.

Ab sofort besteht für Sie die Möglichkeit, der Klägergemeinschaft beizutreten, indem Sie sich auf der vom Landesverband dafür eingestellten Website unter folgendem Link für eine Klage registrieren:

https://limesurvey.landvolk.net/index.php/953159/

Bitte beachten Sie unbedingt die Registrierungsfrist! Für Sie als unser Mitglied besteht bis zum 15.05.2021 die Möglichkeit, sich online zu dem eben vorgestellten Verfahren zu registrieren.

Wir als Kreisverband prüfen im Nachgang Ihrer Registrierung Ihre Mitgliedschaft und werden diese gegenüber der Anwaltskanzlei bestätigen. Nur dann haben Sie das Recht, der Klägergemeinschaft beizutreten. Nach unsererseits erfolgter Bestätigung wird sich die Anwaltskanzlei unmittelbar mit Ihnen in Verbindung setzen.

Was müssen Sie wie nachweisen?
Als Kläger müssen Sie nachweisen, dass Sie im gegenständlichen Zeitraum zwischen 1998 bis 2015 oder in einzelnen Jahren bzw. Abschnitten innerhalb dieses Zeitraumes Pflanzenschutzmittel bezogen haben. Der Nachweis kann über die Rechnungen, Lieferscheine oder auch über Buchführungsunterlagen und Jahresabschlüsse erfolgen. Für die ökonomische Schadenschätzung im Vergleichszeitraum sollten auch die Einkaufsbelege 2016 bis 2020 vorgelegt werden.

Die Belege sind im .pdf-Format (z.B. nicht als Fotografie /.jpeg) an die Kanzlei zu übermitteln. Dies wird voraussichtlich über ein Hochladen auf einen Server erfolgen. Einzelheiten dazu werden Ihnen noch von der Anwaltskanzlei gesondert mitgeteilt.

Die digitale Belegerfassung (erstellen von .pdf-Dateien) kann von Ihnen selbst oder durch Dienstleister vorgenommen werden. Sollten Sie dabei Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an uns!

Bei Rückfragen können Sie sich gerne in unserer Geschäftsstelle in Hannover unter 0511-400 787 0 melden.

Konstruktive Gespräche bei Edeka in Minden

Regionale Produkte stärker bewerben und Herkunft klar kennzeichnen

L P D – Wertschätzung – nicht nur in Euro und Cent – wünschen sich Niedersachsens Landwirte in der Zusammenarbeit mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Seit Monaten schwelt die Debatte um Preise für Milch und Fleisch, um die reelle Bezahlung der Erzeuger für Obst, Gemüse und Getreide. Es gab Proteste, laut und leise, es gab Gespräche vor und hinter den Kulissen. Ein Dutzend Berufskollegen, darunter das Präsidium des Landvolk Niedersachsen sowie Vertreter von Land schafft Verbindung (LsV), Basisbauern und Junglandwirten waren gestern bei der norddeutschen Verwaltung von Edeka in Minden, um in mehreren Arbeitsgruppen gemeinsam mit dem Konzern (regionale) Marketingstrategien auszuloten.

Dass bei den Landwirten von den steigenden LEH-Gewinnen im zurück liegenden Corona-Jahr noch nichts angekommen ist, zeigen die neuen Zahlen: Im Dezember 2020 gingen die Preise für Schlachtschweine im Vergleich zum Vorjahr um knapp 40 Prozent zurück. Insgesamt sanken die Preise für tierische Erzeugnisse im Dezember um 15,5 Prozent. Bei Kartoffeln dagegen verhält es sich wie bei den Schweinen: Ein Überangebot führt zu sinkenden Preisen. Gründe sind die große Erntemenge, die fehlende Nachfrage seitens der Gastronomie und die weggebrochenen Exporte. Der Preis für Speisekartoffeln sank im Dezember um mehr als 50 Prozent, im November waren sie rund 49 Prozent günstiger als im November 2019. Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt nahmen um 9,1 Prozent ab im Vergleich zum Dezember 2019. Die Situation der Milchviehhalter bleibt weiterhin extrem angespannt: Einige Molkereien mussten aufgrund der schlechteren Erlöse aus Butter und Käse jetzt ihre Milchauszahlungspreise leicht nach unten korrigieren. Gleichzeitig ist die Kostenbelastung für die Betriebe vor allem wegen der Futterkosten unvermindert hoch. Vor diesem Hintergrund zeigte sich Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies nun zufrieden mit den Ergebnissen der Gespräche in Minden: „Edeka hat seine Hausaufgaben gemacht. Wir haben gemeinsam beschlossen, dass der Händler die regionalen Produkte stärker bewirbt und dass die Herkunft aus Deutschland klar gekennzeichnet werden soll.“ Denkbar ist zum Beispiel eine Kampagne mit Erzeugern aus verschiedenen Regionen Niedersachsens. „Um die angespannte Situation auf den Höfen nachhaltig zu verbessern, kann das ein Baustein sein. Viele weitere Aktivitäten sind aber dringend nötig. Entscheidend für die Erzeuger bleibt die mittel- und langfristige Verbindlichkeit der Verabredungen aller LEH-Konzerne“, bekräftigt Hennies abschließend. (LPD 14/2021)

 

Foto: Landvolk Niedersachsen

Situation von Frauen in der Landwirtschaft: SVLFG unterstützt Umfrage

Pressemitteilung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau vom 10.02.2021:

Das Thünen-Institut und die Universität Göttingen führen in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband eine Umfrage zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben inklusive Garten-, Obst- und Weinbau durch. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau wirbt dafür, an der Umfrage teilzunehmen.

Mit der bundesweiten Studie soll ermittelt werden, wie das Leben und Arbeiten von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben wirklich aussieht, wie ihre Erfahrungen sind, was sie sich wünschen und ihnen Sorgen bereitet. Die Befragung soll Hinweise für eine zukünftige Politik liefern, die die Belange von Frauen in der Landwirtschaft im Blick hat.

Zur Teilnahme an der Umfrage sind Frauen aufgerufen, die in einem landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten, egal ob als Unternehmerin, Angestellte oder mitarbeitende Familienangehörige. Auch jene Frauen, die mit ihrer Familie auf einem Hof leben, aber außerhalb der Landwirtschaft arbeiten, sind gefragt – ebenso Frauen, die früher aktiv in der Landwirtschaft gearbeitet haben.

Über diesen Link gelangt man zur Umfrage: www.frauenlebenlandwirtschaft.de/uc/2020