Grüner Ball am 6. November in Garbsen

Kartenvorverkauf hat begonnen  

Am Samstag, 6. November 2021 laden die Junglandwirte Burgdorf und das Landvolk Hannover zum „Grünen Ball“ nach Garbsen ein. In festlicher Atmosphäre wird ab 19.00 Uhr im TanzCentrum Kressler, Havelser Str. 3 in Garbsen gefeiert und getanzt. Es gilt die 2-G-Regel (Zutritt für vollständig Geimpfte und Genesene mit entsprechenden Nachweisen).

Eintrittskarten (12,50 Euro/Stück) sind ab sofort ausschließlich an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:

Hahns Kartoffelhof (Hagen), Wegeners Hof (Liethe), RWG Osthannover (Burgdorf, Burgwedel, Uetze, Nienhagen, Edemissen), Fösten KG (Hiddestorf), Buchheister (Eldagsen), Agravis (Göxe), Landvolk Hannover e.V. (Ahlem).

„Echt grün – Eure Landwirte“ im Radio und auf Plakaten unterwegs

Die Initiative niedersächsischer Landwirte „Echt grün – Eure Landwirte“ startet eine Plakat- und Radiokampagne in Niedersachsen, um auf die Rolle der regionalen Lebensmittelerzeugung aufmerksam zu machen.

Auf drei prägnanten Motiven informieren die Landwirte über ihre tägliche Arbeit und deren Bedeutung für die gesamte Gesellschaft. Zu sehen sind die Plakatmotive ab sofort im städtischen Raum auf über 900 Standorten in Hannover, Osnabrück, Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven sowie in Wolfsburg, Braunschweig und in den ländlichen Regionen.

Außerdem erscheinen die Motive im Rahmen der aktuellen Kampagne in den Hauptbahnhöfen von Osnabrück und Oldenburg, sowie als mobile Werbeflächen auf Bussen und Bahnen im Stadt- und Regionalverkehr im gesamten Kampagnengebiet.

Parallel zu der aktuellen Motivkampagne präsentiert sich die Initiative zudem mit zwei 20sekündigen Radiospots auf NDR2 und Antenne Niedersachsen.

 

 

 

 

Redispatch 2.0

Neue Marktrollen in der Energiewirtschaft

Betreiber von Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen etc. mit mehr als 100 kWp installierter Leistung sind in den vergangenen Wochen von ihrem jeweiligen Netzbetreiber angeschrieben worden. Diese müssen bis Anfang Oktober 2021 einen Einsatzverantwortlichen (EIV) und einen Betreiber Technischer Resource (BTR) bestimmen. Diese Personen/Marktrollen haben verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Das Ganze läuft unter dem Begriff Redispatch 2.0.

Da Betreiber in der Regel die Aufgaben nicht selbst übernehmen können, übernehmen diese spezielle Dienstleister.
Die Landvolk Betriebsmittel GmbH hat ihr Dienstleistungsangebot erweitert und ist in der Lage, gemeinsam mit einem Dienstleister den Betrieben hierbei zu helfen. Bei Fragen zu diesem Thema können Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle unter 0511-400 787 0 oder bei der Landvolk Betriebsmittel GmbH unter 04471/965-245 oder per Email: redispatch@lvb-clp.de melden.

 

Landvolk verabschiedet Vorstandsmitglieder

Die Vertreterversammlung war auch Anlass, uns zu bedanken: Großer Dank gilt Christiane Bohrßen und Werner Meier für ihre langjährige Arbeit und ihren verdienstvollen Einsatz für den Berufsstand in der Kammerversammlung und als Kreislandwirt (Werner Meier) sowie bei Hanns Christian Seeßelberg-Buresch, Volker Lindwedel und Werner Meier für ihr langjähriges Engagement und ihre Impulse bei der Arbeit unseres geschäftsführenden Vorstandes. In Burgdorf erhielten die drei ehemaligen Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes als Anerkennung für ihren Einsatz für den Berufsstand die silberne Ehrennadel des Landvolks Niedersachsen.

Offiziell verabschiedet haben wir außerdem Dr. Carl Dohme, der Anfang dieses Jahres die Geschäftsführung an Torsten Nordmann abgegeben hat, nachdem er das Landvolk Hannover in den vergangenen 16 Jahren maßgeblich geprägt und mitgestaltet hat.

Vielen Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit!

Dr. Holger Hennies und Volker Hahn als Vorsitzende wiedergewählt

Auf seiner Vertreterversammlung am 3. September 2021 in Burgdorf hat das Landvolk Hannover einen neuen geschäftsführenden Vorstand für die kommenden fünf Jahre gewählt.

Dr. Holger Hennies aus Schwüblingsen (Uetze) und Volker Hahn aus Hagen (Neustadt) wurden einstimmig als Vorsitzende des Kreisverbandes wiedergewählt und werden das Landvolk Hannover weiterhin als Doppelspitze gleichberechtigt repräsentieren. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Arnd von Hugo aus Groß Munzel (Barsinghausen).

Als weitere Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes hat die Versammlung Christine Heins aus Negenborn (Wedemark), Charlotte Schumacher aus Lüdersen (Springe) und Fred Arkenberg aus Kolenfeld (Wunstorf) gewählt.

Das Landvolk Hannover vertritt mit 3.200 Mitgliedern mehr als 90 Prozent der Landwirtinnen und Landwirte sowie Eigentümerinnen und Eigentürmer landwirtschaftlicher Flächen in der Region und der Stadt Hannover.

Der neue geschäftsführende Vorstand des Landvolks Hannover: Dr. Holger Hennies, Fred Arkenberg, Torsten Nordmann (Geschäftsführer), Charlotte Schumacher, Christine Heins, Joachim Hasberg (stellvertretender Geschäftsführer), Arnd von Hugo, Volker Hahn (v.l.n.r.)

Aufruf: Digitale „Niedersachsenkette Landwirtschaft“

Mit der Aktion „Niedersachsenkette“ zum 75. Landesgeburtstag feiert das Land Niedersachsen 2021 seinen 75. Geburtstag. Dieses Jubiläum wird mit einer landesweiten Mitmach-Aktion gefeiert: Mit der „Niedersachsenkette“ wird eine digitale Menschenkette geschaffen. Initiator und Absender ist der Niedersächsische Ministerpräsident.
Unter dem Motto „Ohne Dich ist es nicht Niedersachsen“ sind von Mai bis Oktober 2021 Menschen in und aus Niedersachsen aufgerufen, mitzumachen.

Das Landvolk Niedersachsen engagiert sich als Partner dieser tollen Aktion und möchte zeigen, warum WIR für unser Bundesland unverzichtbar sind.
Die Teilnahme an der Niedersachsenkette ist für uns eine gute Möglichkeit, unsere Verbundenheit zu unserem Bundesland auszudrücken.
Wir möchten zeigen, dass jede und jeder Einzelne in der Landwirtschaft wichtig ist.

Das Prozedere ist ganz einfach. Über den Link (siehe unten) gelangt man direkt zur Gruppe. Dann sind es nur vier Schritte.

  1.        Foto Hochladen
  2.        Beschreibung ausfüllen, Stichwort: Landwirtschaft
  3.        Gruppe „Landwirtschaft in Niedersachsen“ auswählen
  4.        Absenden

Mit diesem Bildmotiv können wir auf die Aktion aufmerksam machen. Unser Ziel sollte sein: Die größte Gruppe auf www.niedersachsenkette.de zu generieren, um zu zeigen: Gemeinsam stark!

Blühflächen, Rebhuhnstreifen und Lerchenfenster: Für mehr biologische Vielfalt in der regionalen Agrarlandschaft

Blühstreifen, auf die Bienen und Hummeln fliegen, „Fenster“ im Getreidefeld als Lande- und Brutplätze für die Feldlerche oder Altgrasstreifen als Lebensraum für Feldhasen und Wiesenvögel: Um dem Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft entgegenzuwirken, haben die Region Hannover, das Landvolk Hannover und die Stiftung Kulturlandpflege vor vier Jahren ein gemeinsames Projekt für mehr biologische Vielfalt in der regionalen Agrarlandschaft ins Leben gerufen. Was 2018 mit zunächst rund 90 landwirtschaftlichen Betrieben angefangen hatte, die auf ca. 120 Hektar ein ganzes Bündel unterschiedlicher Naturschutzmaßnahmen umsetzten, wird in diesem Jahr von 150 Betrieben auf 210 Hektar Ackerfläche fortgesetzt. Aufgrund der hohen Nachfrage hatte die Region Hannover dazu ihre Förderung bereits 2019 von 150.000 Euro auf 300.000 Euro verdoppelt.

Einer der Teilnehmer ist der Landwirt Hans-Heinrich Schnehage. Auf seinen Ländereien hat er auf einem Hektar Feld eine mehrjährige Blühfläche angelegt und damit einen – auch optisch schön anzusehenden – Rückzugsraum und Nahrungsgrundlage für viele Tierarten, insbesondere für Insekten geschaffen. Ein idealer Rastplatz für Wildbienen oder Schmetterlinge. „Voraussetzung für eine erfolgreiche Ansaat von Blühstreifen oder -flächen ist eine gründliche Bodenbearbeitung und eine ausreichende Bodenfeuchte“, erläuterte der Landwirt bei einem Pressetermin Vertreterinnen und Vertretern der Projektpartner.

Die Umweltdezernentin der Region Hannover, Christine Karasch, hebt die Kooperation als Basis des Erfolges hervor „Nur mit dem Engagement der Landwirte kann das Ziel erreicht werden, den Schutz, den Erhalt und die Pflege der Arten und Ökosysteme zu gewährleisten. Gemeinsam entwickeln wir Maßnahmen, die dem Naturschutz dienen und gleichzeitig praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig für unsere Partner sind. Die Fördermittel, die die Region Hannover zur Verfügung stellt, sind in erster Linie ein Entgelt für die Leistungen und den Ertragsausfall der Landwirte. Das Projekt beinhaltet inzwischen allein rund 100 Hektar Blühstreifen“.

Fast weg vom Feld sind auch kleine Nager: Bestände des Feldhamsters sind in der Region Hannover nur noch in Teilen der Calenberger Börde zu finden, vor allem in Pattensen und Hemmingen. Eine konkrete Hilfsmaßnahme ist das Aussparen von Getreidestreifen, die nicht geerntet werden und bis in das Folgejahr den Tieren Nahrung und Deckung bieten. Das Projekt „Hoher Halm“ ist neu im Biodiversitätsprogramm. „Bei der Ährenernte wird das Mähwerk an einigen Stellen hochgestellt. So verzeichnen die Landwirte zwar eine etwas geringerer Erntemenge“, erklärt Peter Zanini, Geschäftsführer der Stiftung Kulturlandpflege, „aber der Feldhamster bleibt besser geschützt und kann sich einen Wintervorrat anlegen.“ Die niedersächsische Bingo Umwelt Stiftung (NBU) beteiligt sich mit 30.000 Euro an der Maßnahme, gemeinsam mit weiteren Zuschüssen der Region Hannover können damit zusätzlich 40 Hektar gefördert werden.  Der Feldhamster besiedelt die fruchtbare Ackerlandschaft und gilt als „Architekt unter dem Acker“. Er wird als außerordentlich stark gefährdet angesehen und mit höchster Schutzpriorität geführt.

„Die Verbesserung der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft ist eine aktuell drängende Aufgabe“, betont auch der Vorsitzende des Landvolks Hannover, Volker Hahn: „Das Biodiversitätsprojekt von Region Hannover, Landvolk Hannover und Stiftung Kulturlandpflege soll dazu beitragen, die Biodiversität in der Agrarlandschaft in der Region Hannover in Kooperation mit den regionalen landwirtschaftlichen Betrieben zu fördern und zu verbessern. Entstanden ist die Idee aus der gemeinsamen Überzeugung, dass ein Vertragsnaturschutz auf Augenhöhe ein geeignetes Instrument ist, die Artenvielfalt in der Region Hannover zu fördern. Gemeinsam entwickelte Maßnahmen sowie eine jährliche Erfolgskontrolle sind dabei der Garant für die hohe Akzeptanz und Wirksamkeit der Maßnahmen.“

Während sich die Region Hannover um die Mittelvergabe und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde kümmert, übernimmt das Landvolk Hannover die Ansprache der Landwirte und die Vertragsabwicklung. Die Stiftung Kulturlandpflege, die über langjährige Erfahrung im Vertragsnaturschutz mit der Landwirtschaft verfügt, kontrolliert und dokumentiert die Umsetzung der vereinbarten Vorhaben. So konnte nachgewiesen werden, dass über 75 Prozent der angelegten Feldlerchenfenster vom „Vogel des Jahres 2019“ als Brut- und Nahrungshabitat auch genutzt werden.

Gemeinsam konnte so eine Fülle von Maßnahmen entwickelt werden, mit denen die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft verbessert wird, beispielsweise die Anlage von Blühstreifen, Feldvogelinseln, Staffelmahd auf Grünlandflächen oder Maßnahmen für den Feldhamster. Es sind im Einzelnen:

  • Blühstreifen und Blühflächen zur Förderung von Insekten.
  • Brachestreifen auf mageren Standorten, vorrangig an Gewässer- und Waldrändern, zur Förderung von Feldvögeln und Insekten.
  • Stoppelbrache in der Feldhamsterkulisse der Region Hannover zur Förderung des Feldhamsters.
  • Rebhuhnstreifen unter Nichterntung von Weizen zur Förderung des Rebhuhns.
  • Anlage von Feldlerchenfenstern in Getreide zur Förderung der Feldlerche.
  • Anlage von Erbsenflächen innerhalb von Raps-, Mais-, Rüben- und Getreidekulturen zur Förderung von Feldlerchen und Schafstelzen.
  • Grünlandextensivierung (Altgrasstreifen) zur Förderung von Feldhase und Wiesenvögeln.

Die über die Jahre gewachsene hohe Beteiligung belege die Bereitschaft und das Engagement der Landwirte für den Naturschutz, betont das Landvolk Hannover. Für Landvolk und Stiftung ist es Ziel und Herausforderung zugleich, den Vertragsnaturschutz mit der Landwirtschaft dauerhaft in der Region zu etablieren und auszubauen, indem weitere Landwirte für das Projekt gewonnen werden.

„Unser gemeinsames Projekt wollen wir in den nächsten Jahren fortsetzen und mit weiteren Bausteinen ergänzen. Gerade bei der Biotopvernetzung durch zum Beispiel Heckenstrukturen und Gewässerrandstreifen gibt es noch viel Handlungsbedarf“, kündigte Dezernentin Karasch an.

v.l.n.r.: Anton Sartisohn und Peter Zanini (Stiftung Kulturlandpflege), Landwirt Hans-Heinrich Schnehage, Wolfgang Fiedler und Christine Karasch (Region Hannover), Volker Hahn (Landvolk Hannover).

Im Gespräch mit…

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 12. September und der Bundestagswahl am 26. September 2021 sind wir mit Kandidatinnen und Kandidaten aus der Region Hannover im Austausch über aktuelle landwirtschaftliche Themen.

Simone Meyer, Bundestagskandidatin der Grünen für den Wahlkreis Hannover-Land II, besuchte Familie Estorf in Gestorf, um über landwirtschaftliche Themen zu sprechen.

Bei Arnd von Hugo in Groß Munzel war Nadin Zaya, Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachsen und FDP-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Hannover-Land II, zu Gast, um mit uns über Landwirtschaft zu sprechen.

Auf dem Hof von Familie Hattendorf in Immensen sprachen wir mit Anika Lilienthal, FDP-Kandidatin für die Regionsversammlung, unter anderem über unsere regioanle Landwirtschaft und Direktvermarktung.

Mit Staatsminister Dr. Hendrik Hoppenstedt, Sebastian Lechner, MdL, und David McAllister, Europaabgeordneter und Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, sprachen wir auf dem Hof Klingemann in Schneeren unter anderem über den Green Deal, die GAP und Tierwohl.

Adis Ahmetovic, SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Hannover-Stadt I, besuchte mit Edeltraut Geschke, Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Nord, den Hof Baumgarte in Hannover-Vinnhorst, um mit uns über Landwirtschaft, Regionalität und Direktvermarktung zu sprechen.

FDP-Bundestagskandidat Grigorios Aggelidis zu Gast in Otternhagen bei Wilko Müller und Jochen Labahn.

 

 

 

Bei Familie Widdel/Carl in Mesmerode war Frauke Patzke, Kandidatin der Grünen für das Amt als Regionspräsidentin, gemeinsam mit Anne Dalig, Vorsitzende des Regionsverbandes der Grünen, und Frank Kettner-Nikolaus, Bürgermeisterkandidat der Grünen für Wunstorf, zu Gast.

Christine Karasch, CDU-Kandidatin für das Amt als Regionspräsidentin, zu Gast auf dem Hof Möller in Lemmie.

 

 

 

 

Diana Rieck-Vogt, CDU-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Hannover-Stadt II, besuchte die Obstplantage Hahne in Gleidingen.

Hochwasserhilfe

Gemeinsam stark! Kräfte bündeln und Hilfe leisten, dafür steht die Schorlemer Stiftung, die in Katastrophenfällen (Überschwemmungen, Dürre, Sturm u.ä.) in plötzliche Notlage geratene Landwirte durch Geld- oder Sachzuwendungen Satzungszweck unterstützt. Bereits im Rahmen der Hochwasserhilfe 2002 konnte so zahlreichen in Not geratenen landwirtschaftlichen Betrieben geholfen werden. Jetzt gilt es für die landwirtschaftlichen Betriebe, die vom Juli-Hochwasser 21 betroffen sind, zu spenden. Wer anderweitig helfen möchte (Futtermittel etc.), meldet sich bitte direkt beim Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV), um Möglichkeiten zur Hilfeleistung in Erfahrung zu bringen: https://www.rlv.de/  

Rehkitzrettung mit der Drohne

In der Region Hannover war es in diesem Jahr erstmals möglich, eine Drohne zur Rehkitzrettung in Flughafennähe steigen zu lassen.

Mit Beginn der Mäharbeiten auf dem Feld organisieren Landwirte in Zusammenarbeit mit Jägerschaft oder Naturschutzverbänden alljährlich die Rehkitzsuche. Die Ricken setzen im Mai zum Teil bis Mitte Juni ihre Kitze bevorzugt auf Wiesen, wo diese dann im Schutz des hohen Grases in den ersten Wochen bewegungslos abgelegt sind und auch bei Gefahren nicht flüchten. Um die jungen Kitze vor dem Mähwerk zu bewahren, werden seit einigen Jahren vermehrt Drohnen eingesetzt, um sie aufzuspüren, bevor die Mäharbeiten beginnen.

Auch Landwirt Horst Wehde aus Isernhagen sucht seine Wiesen regelmäßig vor der Mahd nach Kitzen ab. Er bewirtschaftet auch Flächen, die in unmittelbarer Nähe des Flughafens Hannover in Langenhagen liegen. Weil Drohnenaufstiege in diesem sensiblen Bereich direkt am Gelände des Flughafens aus Gründen der Flugsicherheit nicht erlaubt sind, konnte Wehde hier bislang keine Drohnentechnik einsetzen, sondern hat die Flächen immer aufwändig mit Helfern nach Kitzen abgesucht.

In diesem Jahr war es jetzt erstmals möglich, eine Drohne zur Rehkitzrettung in Flughafennähe steigen zu lassen – dank enger Abstimmung zwischen dem Flughafen Langenhagen, der Deutschen Flugsicherung, dem Landvolk Hannover und der En-Tra UG mit Sitz in Langenhagen, die gemeinsam mit Landwirten, Jägern und der Rehkitzrettung Langenhagen vor Ort die Flächen mit der Drohne abgesucht haben. „Die Herausforderung bestand darin, dass jeder Start und jede Landung der Drohne mit dem Tower abgestimmt werden musste“, erklärt Landwirt Wehde. „Dazu stand der Fernpilot in ständigem Funkkontakt mit dem Tower, um die Drohne wieder landen zu können, sobald sich ein Flugzeug näherte.“

Mitte Juni trafen sich dazu alle Beteiligten frühmorgens in Langenhagen, um die Wärmebildkamera-Drohne steigen zu lassen. Während die Drohne die Fläche in einer Höhe von 40 Metern systematisch absucht, zeigt die hochauflösende Wärmebildkamera auf den Boden und stellt die Warmblüter in Rot dar.

Fernpilot Christian Walter von der En-Tra UG zieht ein positives Fazit: „Um alle Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen, waren neben zusätzlichen Genehmigungen viele Abstimmungsprozesse nötig, damit der Einsatz durchgeführt werden konnte, aber das Ergebnis war die Mühe wert.“ Fünf Rehkitze haben die Beteiligten an diesem Morgen auf der mehr als sieben Hektar großen Fläche lokalisiert und in Sicherheit gebracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fernpilot Christian Walter, Jürgen von Ramin (Flughafen Hannover), Friedrich Wilhelm Bauer (Hochschule Hannover) und Landwirt Horst Wehde (v.l.n.r.).

Bilder: Mit freundlicher Genehmigung der En-Tra UG