Ab sofort verfügbar: Die Landvolk-App

Landvolk Niedersachsen informiert mit eigener App Verbraucher und Mitglieder

L P D – Neue Wege geht das Landvolk in der Kommunikation. Der niedersächsische Bauernverband möchte mit Landwirten, Verbrauchern und weiteren Interessierten an Landwirtschaft noch direkter kommunizieren und hat dafür eine eigene App entwickelt, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

In der Landvolk-App fließen die bewährten Informations-Kanäle des niedersächsischen Landesbauernverbandes zusammen: So sind die Nachrichten des Landvolk-Pressedienstes dort ebenso zu finden wie exklusive Fachinformationen für die Mitglieder des Landesbauernverbandes. Über ein Login erhalten die in dem Verband organisierten Landwirte Meldungen zu aktuellen Marktentwicklungen, agrarpolitischen Nachrichten und Neuigkeiten aus den Bereichen Umweltschutz, Öffentlichkeitsarbeit und landwirtschaftlicher Ausbildung. Angst vor Datenflut und häufigen Push-Meldungen müssen die Nutzer der Landvolk-App nicht haben. Je nach Betriebsschwerpunkt und Interesse können die Bereiche ausgewählt werden, die für den Einzelnen relevant sind: Nachrichten mit den Schwerpunkten Schwein, Geflügel, Milch und Rind, Pflanze, Öko-Landbau, Umwelt und Landwirtschaft, Bioenergie oder Betriebsmittel stehen zur Auswahl. Sie können aktiviert werden, sodass nur diese Meldungen auf dem Gerät des App-Nutzers erscheinen. Direkt über die App kommen auch die aktuellen Infos aus dem eigenen Landvolk-Kreisverband. Alle Kreisverbände können individuell für ihre Region Neuigkeiten, Termine oder Fristen ihren Mitgliedern über die App mitteilen. Ein weiterer Vorteil der App ist die direkte und schnelle Kontaktaufnahme der Mitglieder mit ihrem Kreisverband.

Die Landvolk-App kann mit Beginn der Agritechnica seit dem 10. November sowohl für Android-Smartphones und Tablets als auch für iPhones und iPads in den jeweiligen Stores kostenlos heruntergeladen werden. Auch auf der Homepage des Landvolks Niedersachsen finden Interessierte zum einfachen Download den Link unter der neuen Seite app.landvolk.net. (LPD 84/2019)

Brief an Staatssekretär Dr. Aeikens

Bezüglich des zwischen Agrar- und Umweltministerium ausgehandelten Agrarpakets für die Landwirtschaft hat das Landvolk Hannover einen Brief an Staatssekretär Dr. Aeikens (BMEL) verfasst und neben der fachlichen Kritik auch die unbedingte Einbindung der landwirtschaftlichen Berufsvertretung eingefordert. Das Schreiben finden Sie hier zum Download.

Offener Brief von Volker Hahn

Liebe Politiker, wir verstehen Euch nicht mehr!

Ihr wollt das Grundwasser schützen, die Bienen und das Klima retten und gleichzeitig den Untergang der bäuerlichen Landwirtschaft verhindern.

All das wollen wir auch, aber anscheinend steht mir mein umfassendes Wissen im Weg, Eure Beschlüsse zu verstehen.

Habt Ihr in den letzten Wochen und Monaten nur einmal uns Bauern gefragt, was wir zu all diesen Themen aktiv beitragen können?

Wir haben verstanden, dass eine intakte Natur unverzichtbar ist und wir unseren Anteil dazu beitragen müssen. Das wollen wir auch und arbeiten auf allen Ebenen daran.

Wir machen Vertragsnaturschutz, engagieren uns vor Ort in vielen Umweltprojekten und wissen sehr genau, dass früher halt nicht alles besser war, oder glaubt Ihr, dass es den Insekten zu Zeiten von DDT, Lindan und E 605 besser ging?

Grundwasserschutz geht uns alle an und wir wollen eine Verbesserung der Messwerte erreichen.

Seit über zwanzig Jahren arbeiten wir in Grundwasserschutzkooperationen und haben in dem Zeitraum aktiv Methoden entwickelt, den Nitrataustrag ins Grundwasser zu verringern.

Wie sollen wir das  Grundwasser fachlich gut schützen, wenn Ihr uns die Instrumente aus der Hand nehmt?

Ihr fordert eine ganzjährige Bodenbedeckung und nehmt uns mit dem Glyphosatverbot eine wichtige Möglichkeit, dies umzusetzen.

Fachleute warnen uns vor dem Anbau von Leguminosen als Zwischenfrüchte, weil dadurch mehr Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen werden kann. Mit Euren immer schärferen Düngeauflagen zwingt Ihr uns diese Leguminosen zur Zwischenfrucht quasi auf und werdet uns verantwortlich machen, wenn Eure Verschärfungen nicht greifen und die Nitratwerte im Grundwasser nicht sinken.

Wir verzichten in freiwilligen Vereinbarungen schon lange auf einen Teil der Düngung. Unsere damit verbundenen wirtschaftlichen Nachteile wurden uns ausgeglichen. Was wird aus unseren Kooperationen, wenn gesetzliche Auflagen deren Inhalte ad absurdum führen?

Wir sollen teure Güllebehälter und Lagerplatten bauen. Das fällt vielen Betrieben finanziell sehr schwer. Aber wir verstehen, dass wir die Gülle gezielter ausbringen müssen. Trotzdem ist es oft unmöglich, dafür Baugenehmigungen zu bekommen, weil Ihr die Gesetze zu kompliziert gemacht habt. In den Kommunen versickern riesige Mengen Abwässer in maroden Kanälen oder laufen bei stärkeren Regenfällen eins zu eins ungeklärt weiter in die Flüsse. So etwas wird nicht diskutiert und das versteht kein Bauer.

Inzwischen will die ganze Welt die Bienen retten. Da sind wir ganz vorne mit dabei. Wir haben verstanden, dass Fruchtfolgen breiter werden sollen, aber kennen auch die massenhafte Vermehrung von Schädlingen innerhalb kürzester Zeit. Ihr verbietet Beizen und notwendige Insektizide zum Schutz der Pflanzen: Aufgefressene Raps-, Senf- und Bohnenbestände sind die Folge und Ihr wundert Euch, dass wir dann halt die Kultur anbauen, die am besten ohne Pflanzenschutz auskommt: Mais!

Wenn Ihr Euch mal von Berlin aus raus auf’s Land bewegen würdet, dann hättet Ihr in diesem Sommer zum Beispiel eine extrem große Population von Schwalben sehen können – die leben tatsächlich von …Insekten…..!!!,  oder so viele Störche wie noch nie, die sich  gerade in unseren Ackerbauregionen toll vermehrt haben. Immer mehr Greifvögel werden bei uns heimisch, weil sie ein reichhaltiges Nahrungsangebot vorfinden.  All das mag noch nicht genug sein, aber es ist auf alle Fälle wesentlich mehr als noch vor einigen Jahren! Wenn Ihr bei uns nachts auf dem Land Licht anmacht, schwärmen innerhalb von wenigen Minuten zig Insekten um den Lichtkegel – macht das mal bei Euch in der Stadt: Ihr werdet kaum ein Insekt finden!

Nehmt Ihr eigentlich wahr, dass wir überall im ganzen Land ganz viele Blühflächen und Ruheflächen für die Artenvielfalt anlegen? Und dass es jedes Jahr mehr werden? Und dass wir noch mehr Flächen aussäen wollen?

Bei uns in der Region Hannover sind in den letzten 25 Jahren fast 10.000 Hektar Fläche (8 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche) verloren gegangen durch Bautätigkeiten aller Art. Glaubt Ihr ernsthaft, dass wir das auffangen können?

Ihr wollt uns den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten verbieten und macht Euch über die Folgen keine Gedanken?

Ihr erzählt den Menschen, dass wir durch den Einsatz von chemischen Mitteln, zum Beispiel zur Unkrautvernichtung, die Biodiversität verringern. Was, bitte schön, macht ein Pflug oder ein Grubber anderes? Oder eine Hacke oder ein Striegel? Was, bitte schön, ist an einem Abflammgerät besser? Wer treibt Euch zu solch haarsträubenden Aussagen? Denkt Ihr keine Sekunde mehr über das nach, was Ihr sagt?

Die Klimaveränderung geht uns alle an und wir Bauern können ganz viel Positives dafür tun:

Wir können mehr Humus im Boden aufbauen, um CO² zu binden, wassersparende Bodenbewirtschaftung durchführen, Wind- und Bodenerosion verhindern: Aber wie soll das funktionieren, wenn Ihr uns die nötigen Werkzeuge dazu nehmt und nach einem Verbot von Glyphosat schreit, dass sich fachlich mit nichts begründen lässt?

Wie sollen unsere Zwischenfrüchte gedeihen und als CO²-Speicher dienen, wenn wir sie nicht mehr düngen dürfen?

Ihr packt alle Häuser mit Styropor ein, um die Dämmwerte zu verbessern. Dazu wird danach die Fassade schön gestrichen – mit Fungiziden, die bei uns schon seit dreißig Jahren verboten sind! Und wir sind nachher die Schuldigen, wenn im Grundwasser deren Abbauprodukte gefunden werden.

Wir sollen Tierwohl mehren und Emissionen mindern. Mit Euren Vorschriften des Baugesetzbuches und der TA Luft erreicht Ihr nur eins: Die Ställe werden woanders in Europa gebaut – mit weniger Tierwohl und mehr Emissionen.

Ihr fordert immer bessere Haltungsbedingungen für unsere Tiere, aber lasst dem Billigwettbewerb freien Lauf. Schaut mal auf die Verpackungen im Tiefkühlregal, wo denn die Zutaten der Fertigprodukte herkommen: Oft kommt nur das Wasser aus Deutschland, alles andere aus fernen Ländern.

Ihr siedelt den Wolf bei uns an und lasst uns mit unseren Mitmenschen auf dem Land mit allen Folgeproblemen allein? Ihr fordert Weidehaltung und sagt uns nicht, wie das gehen soll. Also lassen wir unsere Tiere im Stall.

Ihr redet fast jeden Tag davon, dass wegen unserer Tierhaltung der Regenwald gerodet werden muss: Wenn Ihr uns genügend Raps anbauen ließet, was die mit Abstand größte heimische Eiweißquelle ist, bräuchten wir nicht mehr viel Sojaschrot, aber das hatten wir ja oben schon…

Ihr weist großflächig rote Gebiete aus und erzählt den Menschen, dass dort die Bauern besonders böse sind und sie deshalb noch weniger düngen sollen. So wenig, dass die Pflanzen hungern und die Zwischenfrüchte gar nicht mehr wachsen sollen. Damit schafft Ihr eine Zweiklassenlandwirtschaft und verurteilt die Betriebe in den roten Gebieten zum langsamen Sterben. Wir sind bereit, alles für die Umwelt zu tun, aber ja, auch wir müssen Geld verdienen. Das wollt Ihr so, dass wir im Wettbewerb mit der ganzen Welt und mit unseren Kollegen außerhalb der roten Gebiete konkurrieren müssen. Ich würde gerne von Euch erklärt bekommen, warum Ihr uns wirtschaftlich töten wollt. Denn nichts anderes ist es, wenn wir ganz artig und brav all das befolgen sollen, was Ihr da vorhabt!

Und dann sagt Ihr immer, Ihr wollt die bäuerliche Landwirtschaft erhalten! Wie heuchlerisch und boshaft muss man sein, um so in Mikrofone und Kameras lächeln zu können?

Habt Ihr einmal darüber nachgedacht, welcher bäuerliche Betrieb all das leisten kann?

Ich prophezeie Euch, dass das unumkehrbare Strukturbrüche zur Folge haben wird.

Wir verstehen Euch nicht mehr und glauben inzwischen, dass Ihr uns gar nicht verstehen wollt:

Ihr lauft Meinungsumfragen und NGOs hinterher. Euch interessiert nicht wirklich, wie wir gemeinsam zu wirklich guten Lösungen kommen können, sondern wie Ihr Euch beim Wähler beliebt macht. Da sind einfache Antworten gefragt: Ist ja auch grad voll modern. So wie in den USA bei Trump oder in Großbritannien bei Johnson. Uns ist bewusst, dass auch wir Dinge ändern müssen, und sind auch bereit dazu. Redet mit uns und seid bereit, nach der besten fachlichen Antwort zu suchen und keinen Dauerwahlkampf auf unsere Kosten zu führen.

Liebe Politiker: Wer von Euch kann mir die Widersprüchlichkeiten erklären?

Volker Hahn

Ausweisung der Nitrat- und Phosphat-Kulisse

Die Niedersächsische Landesregierung hat heute die Karte der sogenannten „roten Gebiete“ vorgestellt. Auch die Region Hannover ist davon betroffen.

In nitratsensiblen Gebieten sind folgende Maßnahmen geplant:

  • Verpflichtende Wirtschaftsdüngeranalysen vor Aufbringung auf die Flächen, um den genauen Nährstoffgehalt zu kennen und so die Düngung noch präziser gestalten zu können.
  • Das Einarbeiten von Wirtschaftsdünger und Gärresten innerhalb von einer Stunde (anstatt früher vier Stunden).
  • Erhöhung der Mindestlagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger und Gärreste auf sieben anstatt sechs Monate.

In den phosphatsensiblen Gebieten sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Verpflichtende Wirtschaftsdüngeranalysen vor Aufbringung auf die Flächen, um den genauen Nährstoffgehalt zu kennen und so die Düngung noch präziser zu gestalten.
  • Erhöhung der Mindestlagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger und Gärreste auf sieben anstatt sechs Monate.
  • Auf hoch und sehr hoch versorgten Böden ist nur eine reduzierte P-Düngung möglich, um eine P-Abreicherung im Boden zu erzielen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums:
https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/nitrat-und-phosphat-kulisse-ausgewiesen-180472.html

Hier können die Gebietskulissen eingesehen werden:
https://sla.niedersachsen.de/landentwicklung/LEA/

Unsere Vorsitzenden, Dr. Holger Hennies und Volker Hahn, äußern sich dazu wie folgt:

  • „Wasserschutz ist wichtig und richtig, das steht auch für Landwirte außer Zweifel. An den Standorten, die Ursache für zu hohe Nitratgehalte im Grundwasser sind, müssen wir Maßnahmen ergreifen, um die Probleme abzustellen. In Wasserschutzgebieten arbeiten Landwirte bereits seit vielen Jahren im Rahmen von Wasserschutzkooperationen freiwillig an einer effizienteren Düngung und einer Reduzierung des Nitratgehaltes im Grundwasser.
  • Die von der Niedersächsischen Landesregierung heute präsentierte Karte basiert nach unserer Einschätzung auf einem sehr groben Raster. Dabei ist die Region Hannover mit ihrer geringen Viehdichte unverhältnismäßig stark betroffen: Während 25 Prozent der Brunnen erhöhte Nitratwerte aufweisen, werden 70 Prozent der Fläche der Region Hannover als „rote Gebiete“ ausgewiesen.
  • Aktuelle Berechnungen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zeigen, dass sich der durchschnittliche Nitratgehalt im Sickerwasser in der Region Hannover trotz des starken Zubaus an Biogasanlagen zwischen 2010 und 2016 von 51 auf 49 mg NO3/l reduziert hat. Die seit Inkrafttreten der aktuell gültigen Düngeverordnung (2017) reduzierten Mineraldüngermengen sind hierbei noch nicht berücksichtigt.
  • Einige Vorschläge, die auf Bundesebene mit der EU diskutiert werden, sind nicht zielführend, sondern schaden langfristig dem Grundwasser. Dazu zählen die geplante Reduzierung der Nährstoffversorgung um 20 Prozent unter den Nährstoffbedarf der angebauten Nutzpflanzen oder das Verbot einer Düngung von Zwischenfrüchten: Dies führt zu Humusabbau und hat die unkontrollierte Freisetzung von Kohlendioxid und Nitrat zur Folge. Wasser-, Klima- und Bodenschutz werden hier nicht berücksichtigt.“

Regionserntefest 2019

In diesem Jahr fand unser Regionserntefest auf der Obstplantage Hahne in Gleidingen (Laatzen) statt. Das Regionserntefest war auch ein Ausflugsziel im Rahmen des diesjährigen Regionsentdeckertages. Nach einem Gottesdienst und der Übergabe der von den Pattenser LandFrauen gebundenen Erntekrone an die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck begann auf der Obstplantage eine infomatives und unterhaltsames Programm: Alle halbe Stunde starteten von Familienmitgliedern kommentierte Expeditionen mit Planwagen durch die Obstplantagen, die sich in den südlichen Leineauen von Gleidingen befinden. Familie Hahne informierte über Obstbau, Kleinklima, Umwelt- und Naturschutz. Bei Führungen durch die Kühl- und Betriebshäuser erfuhren Interessierte alles über Lagerung und Verarbeitung des angebauten Obstes, während selbstgedrehte Filme über die Themen Ernte- und Pflegearbeiten im Obstbaubetrieb informierten. Auf die kleinen Gäste warteten ein Kasperletheater und Traktorfahrten in rollenden Obstkisten.

SuedLink: Erörterungstermin

In Sachen SuedLink findet der Erörterungstermin gemäß § 10 NABEG zu den Stellungnahmen in der Bundesfachplanung am 10.09.2019 im Design-Hotel + CongressCentrum Wienecke XI. Hannover, Hildesheimer Str. 380, 30519 Hannover ab 10.00 Uhr sowie am 11.09.2019 ab 9.30 Uhr statt. Ggf. wird der Erörterungstermin dort am 12.09.2019 und 13.09.2019 jeweils ab 9.30 Uhr fortgesetzt.

Registrierung und Einlass soll jeweils ab 8.30 Uhr beginnen. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine nicht öffentliche Veranstaltung. Sofern Sie eine Einwendung im Rahmen der Bundesfachplanung zum SuedLink erhoben haben, sind Sie berechtigt, nicht verpflichtet, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Bringen Sie zur Veranstaltung Ihren Ausweis mit. Die Bundesnetzagentur bittet darum, sich vorher zu dem Termin unter
https://www.netzausbau.de/SharedDocs/Termine/DE/Veranstaltungen/2019/190910_ET3-4_B_Hannover.html?nn=397028
anzumelden.

Der von der Bundesnetzagentur veröffentlichen Tagesordnung ist zu entnehmen, dass der Themenblock Land- und Forstwirtschaft unter dem Tagesordnungspunkt 3.1 nach der Eröffnung und der Vorstellung des Vorhabens noch am 10.09.2019 bearbeitet werden soll. Ob die Erörterung zu dem Tagungsordnungspunkt Land- und Forstwirtschaft noch am 10.09.2019 beendet werden kann, ist nicht absehbar. Sicherheitshalber sollten Sie sich deshalb auch den 11.09.2019 vormerken.

Das Landvolk Hannover wird selbstverständlich Vertreter zu dem Erörterungstermin entsenden. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Ihre Einwendungen zur Bundesfachplanung zum SuedLink auch im Falle Ihres Nichterscheinens zum Erörterungstermin erörtert werden.

Ein weiterer Erörterungstermin zum Planungsabschnitt B findet am 17.09.2019 und am 18.09.2019 in Krelingen, 29664 Walsrode statt. Wir verweisen auf die in der Anlage befindliche Bekanntmachung der Bundesnetzagentur.

Nach dem Abschluss des Erörterungstermins ist nach derzeitigem Kenntnisstand mit einer Entscheidung zur Bundesfachplanung im vierten Quartal des Jahres 2019 zu rechnen. Erst danach wird das Planfeststellungsverfahren beginnen. Der Vorhabenträger ist im Planfeststellungsverfahren an die Entscheidung zur Bundesfachplanung gebunden und muss den Leitungsverlauf innerhalb des darin festgelegten ein Kilometer breiten Trassenkorridors planen.

Für zwischenzeitliche Fragen kontaktieren Sie uns wie gewohnt selbstverständlich gerne unter 0511-400 787 0.

Hier finden Sie die amtliche Bekanntmachung zum Download.

b | u | s – Unternehmertraining ab Winter 2019

Gemeinsam mit der Bezirksstelle Hannover der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bieten wir zukunftsorientierten Landwirtinnen und Landwirten die Möglichkeit, ihre unternehmerischen und persönlichen Fähigkeiten zu trainieren. In jeweils zweitägigen Modulen arbeiten die Teilnehmenden an ihrer betrieblichen und persönlichen Entwicklung: Gemeinsam mit den Trainern der Andreas-Hermes-Akademie werden individuelle Chancen, Risiken und Handlungsoptionen entwickelt.
Wir planen drei Module („Erfolg durch Persönlichkeit“ am 14./15.11.19, „Betriebe in komplexen Zeiten“ am 10./11.12.19 und „Vision und Ziele“ am 14./15.01.20) in Loccum. Abhängig von der Teilnehmerzahl belaufen sich die Kosten für ein Modul zwischen 300 und 400 Euro (inkl. Übernachtung und Verpflegung). Interessierte laden wir zu einem Informationsabend ein am 6. November 2019 um 19.00 Uhr in der Geschäftsstelle in Ahlem. Den Info-Flyer zum Kurs finden Sie unter http://andreas-hermes-akademie.de/aha-agrar/bus-trainings/. Bei Interesse und/oder Rückfragen melden Sie sich gerne bei Lisa Johannes, 0511-400787 11 oder johannes@landvolk-hannover.de.

Regionserntefest

Am Sonntag, 8. September feiern wir im Rahmen des Regionsentdeckertages auf der Obstplantage von Familie Hahne in Gleidingen (Hildesheimer Str. 574, 30880 Laatzen) unser diesjähriges Regionserntefest.

Gestartet wird um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Familienbetrieb und der anschließenden Übergabe der Erntekrone aus Getreideähren an die Region Hannover.  Alle halbe Stunde starten von Familienmitgliedern kommentierte Expeditionen mit Planwagen durch die Obstplantagen, die sich in den südlichen Leineauen von Gleidingen befinden. Familie Hahne informiert über Obstbau, Kleinklima, Umwelt- und Naturschutz. Bei Führungen durch die Kühl- und Betriebshäuser erfahren Interessierte alles über Lagerung und Verarbeitung des angebauten Obstes, während selbstgedrehte Filme über die Themen Ernte- und Pflegearbeiten im Obstbaubetrieb informieren.

Für Kurzweil auf dem Fest, das wir gemeinsam mit den LandFrauen ausrichten, sorgen zahlreiche fleißige Helferinnen und Helfer mit Informationen zu Landwirtschaft, Biodiversität und Imkerei. Auf die kleinen Gäste warten ein Kasperletheater und Traktorfahrten in rollenden Obstkisten. Der Hofladen ist geöffnet, Grillgut oder Ofenkartoffeln sowie Getränke stillen Hunger und Durst.

„Echt grün – Eure Landwirte“: Landesweite Kampagne mit neuen Motiven

Neue „Gesichter“ unserer Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“ waren im Juni bei einer großangelegten Werbeoffensive zu sehen: Landwirtinnen und Landwirte aus der Region stehen im Fokus unserer aktuellen Kampagne. Auf vier prägnanten Motiven informieren wir Landwirte über unsere tägliche Arbeit und deren Bedeutung für die gesamte Gesellschaft. Gezeigt werden Szenen mit „echten“ Landwirten und Landwirtinnen, die von Dienstleistung bis Klimaschutz jeweils für aktuelles Thema stehen.
So etwa mit der Aussage, „Lebensmittel, die von uns Landwirten in Deutschland hergestellt und nicht importiert werden – das ist der beste Umwelt- und Klimaschutz.“

Zu sehen waren die Werbemotive auf über 600 City-Light-Postern in Hannover, Osnabrück, Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven sowie in Wolfsburg, wo die Motive zusätzlich auch auf großen Megalightflächen präsentiert werden. Außerdem erscheinen die Motive im Rahmen der aktuellen Kampagne auf markanten StationTowern in den Hauptbahnhöfen von Osnabrück und Oldenburg, auf Groundpostern sowie als mobile Werbeflächen auf Bussen und Bahnen im Stadt- und Regionalverkehr im gesamten Kampagnengebiet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktionstag „Pflanzen schützen und der Umwelt nützen“

Mit landesweitem Aktionstag informieren Landwirte zu „chemischem Pflanzenschutz“

In Leveste (Gehrden) luden die Calenberg-Bredenbeck GbR und das Landvolk Hannover Landtags- und Regionsabgeordnete ein, um auf einem Rübenacker unterschiedliche Methoden zur Unkrautregulierung zu diskutieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen des landesweiten Aktionstages zum Thema Pflanzenschutz statt.

Unkräuter, Schadinsekten und Krankheiten an Pflanzen oder auf dem Acker – das schmälert nicht nur den Ertrag, sondern mindert noch mehr die Qualität der Ernte. Insbesondere Pilze als Schaderreger können sogar für den Menschen gefährliche Stoffe enthalten. Aflatoxine in Schimmelpilzen oder Alkaloide in Mutterkornsporen können beim Verzehr erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben. „Natur ist nicht unbedingt nur gut, Chemie nicht immer nur schlecht“, verdeutlicht Volker Hahn, Vorsitzender des Landvolks Hannover. Er spricht vielmehr von einem sorgfältigen Abwägungsprozess. Landwirte entscheiden sich für chemischen Pflanzenschutz nach den Vorgaben der guten ackerbaulichen Praxis und dem Schadschwellenprinzip. Sie nutzen die Präparate so wenig wie möglich, aber auch so viel wie nötig. „Ganz ohne die Unterstützung des chemischen Pflanzenschutzes können wir in unserem Klima keinen Ackerbau betreiben“, fasst Hahn zusammen. Diese und viele andere Argumente werden heute landesweit am Feldrand ausgetauscht.

Nicht immer zielt chemischer Pflanzenschutz nur darauf ab, Schaderreger auszuschalten oder Unkrautkonkurrenz, die zu Lasten des Ertrages geht, einzudämmen. So hat beispielsweise die chemische Unkrautregulierung noch andere Vorteile. Landwirte nutzen sie zur Verhinderung von Bodenverlusten durch Wind- oder Wassererosion. Dies trifft für die sogenannte Mulchsaat zu. „An hängigen Feldern wie im südniedersächsischen Bergland ist der blanke Ackerboden extrem anfällig für Schäden durch Wassererosion. Ein heftiger Regenguss kann die Ackerkrume großflächig abspülen“, schildert Hahn. Daher entscheiden sich Landwirte dort häufig für die Mulchsaat und verzichten auf den Pflug zur Bodenbearbeitung. Der Pflanzenbewuchs bildet dann eine fast verfilzte humose Auflage. Sie schützt den Boden, aber sie muss in einem Streifen mit einem Totalherbizid, zu denen das in der Öffentlichkeit umstrittene Glyphosat zählt, auch wieder Platz schaffen für die erneute Aussaat. Diese benötigt Licht und Luft, damit sie sich in der Pflanzendecke etablieren und gedeihen kann. „In diesem Fall dient der Herbizideinsatz eindeutig dem Umweltschutz“, stellt Hahn heraus. In anderen Fällen, zum Beispiel bei witterungsbedingt spätem Pilzbefall, steht der gesundheitliche Verbraucherschutz eindeutig im Vordergrund. Über Pilzkrankheiten können bei Getreide Aflatoxine in das Erntegut übergehen, Getreidekörner werden daher bei entsprechenden Witterungslagen gegen Pflanzenkrankheiten geschützt.

„Unkraut vergeht nicht“ sagt ein altes Sprichwort. Mit dem Spruch und vielen Informationen zum chemischen Pflanzenschutz informieren Schilder an Feldrändern darüber, welche Konsequenzen mit einem vollständigen Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz verbunden sind. Dort wurden sogenannte Nullparzellen angelegt und auf einem kleinen Feld innerhalb des Ackers vollständig auf Pflanzenschutzmaßnahmen verzichtet. Unkräuter, Schadinsekten und Pflanzenkrankheiten haben dort freie Bahn. Jeder Betrachter und jede Betrachterin können selbst urteilen, ob ihnen die Ernte von einer solchen Fläche im wahrsten Sinne des Wortes „schmecken“ würde. Der Aktionstag möchte zur offenen Diskussion über chemischen Pflanzenschutz einladen. Es steht der Dialog im Vordergrund, Landwirte wollen ihre Argumente vermitteln und zugleich neue Impulse aufnehmen. „Wenn die fachlich-wissenschaftliche Expertise staatlicher Zulassungsbehörden keine Relevanz in der öffentlichen Debatte mehr hat und Landwirte persönlich angegangen werden, weil sie mit ihrer Feldspritze unterwegs sind, dann ist es höchste Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Hahn und fügt an: „Nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte. Das gilt auch für den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.“ Er stellt jedoch unmissverständlich klar: „Gleichwertige und ökologisch sinnvolle Alternativen dürfen weder zu Ertrags- oder Qualitätseinbußen führen, noch Arbeitsaufwand und Kosten exorbitant in die Höhe treiben. Bislang gibt uns diese Zusage leider niemand.“