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Grundfutterbörse für schnelle Hilfe bei Futtermangel

Landwirtschaftskammer Niedersachsen und landwirtschaftliche Beratungsorganisationen organisieren als Grünes Zentrum einen digitalen Marktplatz für landwirtschaftliche Betriebe

Die seit Monaten andauernde Trockenheit und die sommerliche Hitze haben in Niedersachsen dazu geführt, dass viele landwirtschaftliche Betriebe beim Anbau von Grundfutter wie Gras- und Maissilage mit gravierenden Einbußen zurechtkommen müssen. Um in den kommenden Monaten einer Lücke in der Futterversorgung der Tiere vorzubeugen, hat die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen gemeinsam mit den im Grünen Zentrum Niedersachsen zusammengeschlossenen Beratungsorganisationen kurzfristig eine Grundfutterbörse im Internet organisiert. Dies teilten die beteiligten Organisationen am Dienstag (7. August) mit.

„Die Weiden sind braun, die Futtervorräte weitgehend aufgebraucht, beim Mais drohen jetzt auch noch hohe Trockenschäden“, schildert Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke die mittlerweile dramatische Situation der Landwirtschaft in großen Teilen Niedersachsens. Immer mehr Betriebe bräuchten kurzfristige Informationen darüber, woher und zu welchen Konditionen sie Grundfutter wie Grassilage für ihre Tiere beschaffen könnten.

„Als Beratungsträger greifen wir diesen Informations- und Austauschbedarf der Landwirte auf und wollen in dieser für Futterbaubetriebe und Tierhalter sehr schwierigen Zeit schnell und unbürokratisch helfen“, betont Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. „Deswegen stellen wir die technische Plattform für eine Grundfutterbörse zu Verfügung, auf der Anbieter und Suchende in wenigen Schritten schnell zusammenfinden.“

Unter www.lwk-niedersachsen.de/marktportal (nur Desktop- und Tablet-Version) können Betriebe aus Niedersachsen und den angrenzenden Bundesländern, die mehr Grundfutter produzieren als sie selbst verbrauchen, ihre verfügbaren Mengen an Grassilage oder Heu ab sofort denjenigen Betriebsleitern anbieten, die für ihre Tiere auf der Suche nach Grundfutter sind. Die Eingabe von Angeboten sowie auch von Gesuchen ist kostenfrei. Anbieter und Nachfrager müssen sich dazu lediglich beim Marktportal registrieren, einloggen und dann die grundlegenden Angaben wie Futterart, Menge, Verfügbarkeit und Kontaktmöglichkeit eingeben.

Per Mail oder Telefon können sich die Landwirte daraufhin im direkten Kontakt miteinander schnell über einen möglichen Handel einig werden. Angebote und Gesuche werden nach spätestens vier Wochen gelöscht.

„In den zurückliegenden Wochen haben sich immer mehr Landwirte mit der Frage an uns gewandt, wie sie unter diesen widrigen Bedingungen denn noch ihre Herde gut versorgen sollen“, berichtet Dirk Albers. Der LWK-Berater für Rinderhaltung und Rinderfütterung im LWK-Geschäftsbereich Landwirtschaft gehört zu den Initiatoren der neuen Börse. „Wer Futter anbietet, sollte Angaben zur Qualität, etwa zum Trockensubstanzgehalt, nicht vergessen, damit potenzielle Käufer mit einem Blick feststellen können, ob das Angebot in ihren Fütterungsplan passt“, rät Albers.

Im Grünen Zentrum Niedersachsen sind die LWK, das Landvolk Niedersachsen, die AG Landberatung, die Arbeitsgemeinschaft der Beratungsringe Weser-Ems und der Landesverband der Maschinenringe Niedersachsen zusammengeschlossen. Dort tauschen sie sich über gemeinsame Fachthemen und Rahmenbedingungen der landwirtschaftlichen Beratung aus und bieten an verschiedenen Standorten in Niedersachsen gemeinsam Beratungs- und Dienstleistungsangebote an.

(Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Wirtschaftsdüngeraufbringung auf Grünland ab dem 16.01.2018 auf Einzelantrag möglich

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen teilt mit:

Aufgrund der hohen Sommer-/Herbstniederschläge 2017 ist es möglich, auf Einzelantrag ab dem 16.01.2018 Wirtschaftsdünger auf Grünland aufzubringen, wenn die Sperrfrist im Herbst 2017 bereits ab dem 15. Oktober eingehalten wurde. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Sperrfrist auf der Grundlage der Düngeverordnung nicht verkürzt, sondern lediglich verschoben werden kann.

Hinsichtlich der Aufbringung sind folgende Auflagen einzuhalten:

– Aufbringung nur auf Grünland,

– Die Ausbringmenge ist auf max. 60 kg N/ha (Gesamtstickstoff) in der Zeit
vom 16.01.2018 – 31.01.2018 begrenzt,

– Die Bestimmungen der Düngeverordnung zur
Nährstoffaufnahmefähigkeit der Böden müssen weiterhin eingehalten
werden. Keine Ausbringung auf wassergesättigten, schneebedeckten
oder gefrorenen Böden,

– Bei gefrorenen Boden darf nur aufgebracht werden, wenn der Boden
durch Auftauen am Tag des Aufbringens aufnahmefähig wird. Auf
Flächen an Oberflächengewässern darf die Ausbringung nur unter
Einhaltung des nach Düngeverordnung vorgeschriebenen
Sicherheitsabstandes zwischen Ausbringungsfläche und
Böschungsoberkante erfolgen.

– Bei Breitverteilung müssen mindestens vier Meter Düngungsabstand zur
Böschungsoberkante eingehalten werden. Abweichend dazu kann der
Mindestabstand auf einen Meter verkürzt werden, soweit für das
Aufbringen Geräte genutzt werden, bei denen die Streubreite der
Arbeitsbreite entspricht oder die über eine Grenzstreueinrichtung
verfügen. Beträgt die Hangneigung innerhalb eines Abstandes von 20
Metern zur Böschungsoberkante mehr als 10 %, ist ein Mindestabstand
von fünf Metern einzuhalten.

– Ein Eintrag in Grüppen ist unbedingt zu vermeiden.

– Bei der Aufbringung sind sonstige Standortbedingungen und der
aktuelle Witterungsverlauf besonders zu berücksichtigen, um
oberflächige Nährstoffabflüsse zu verhindern,

– Die aufgebrachten Nährstoffmengen werden im Rahmen der
Düngebedarfsermittlung 2018 entsprechend DüV angerechnet.
Genehmigungsvorbehalte und Nutzungsbeschränkungen auf Grund
anderer Gesetze, Verordnungen oder Erlasse, insbesondere
Beschränkungen in Wasserschutz- und/oder Naturschutzgebieten,
bleiben unberührt.

Das Antragsformular finden Sie hier zum Download. Etwaige Anträge sind per Fax an die Düngebehörde der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu senden

Fax: 0441/801440 oder

Per Email: Hartwig.Fehrendt@lwk-niedersachsen.de

telefonische Nachfragen unter: 0441/801435 (Herr Fehrendt) oder 0441/801735 (Herr Eiler)

Berufswettbewerb 2017

In Zusammenarbeit mit der Justus-von-Liebig-Schule, den Landfrauen und der Landwirtschaftkammer haben wir am 8. Februar den diesjährigen Berufswettbewerb (BWB) der deutschen Landjugend für die landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschüler veranstaltet.
Unter dem Motto „Grüne Berufe sind voller Leben – Wachstum, Stärke, Leidenschaft“ stellten sich etwa 150 landwirtschaftliche Berufsfachschüler und Auszubildende einen Vormittag lang verschiedenen Aufgaben aus Theorie und Praxis, um ihr Wissen und ihre Fertigkeiten als angehende Landwirte und Landwirtinnen unter Beweis zu stellen. Dazu gehörten berufstheoretische und praktische Aufgaben, Fragen zum Allgemeinwissen sowie eine Präsentation, bei der getestet wurde, wie selbstsicher die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor einer Gruppe sprechen, wie strukturiert sie ein Thema aufbereiten und präsentieren können. Wir bedanken und herzlich bei allen Beteiligten, ehrenamtlichen Richtern und Sponsoren, die den Berufswettbewerb unterstützt haben.

Foto: Andreas Teichler, LWK Hannover